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Ambulante Pflegedienste: Wichtige Ergänzung für pflegende Angehörige

Die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt hierzulande seit Jahren an.* Die Einschränkung für die Betroffenen selbst zieht jedoch auch Einschränkungen für pflegende Angehörige nach sich – insbesondere dann, wenn diese berufstätig sind. In vielen Fällen machen erst ambulante Pflegedienste mit fachlich geschultem Personal eine angemessene Betreuung zu Hause überhaupt möglich. Bei der Auswahl des ambulanten Pflegedienstes gibt es allerdings einiges zu beachten. Dabei gilt es, vor allen Dingen bereits in der Gegend vertretene, lokale Anbieter zu finden, die auch den richtigen Umfang der Pflegeleistungen anbieten. Dazu geben wir Ihnen einen Überblick sowie vier Hinweise, worauf Sie achten sollten – zum Wohl Ihrer Angehöriger und der Bilanz.

Lokale Helden vor Ort: Ambulante Pflegedienste

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Die Wohnung im Hochhaus verlassen: Der Faktor der Mobilität wird in der Pflege oftmals vergessen. Professionelle ambulante Pflegedienste können dabei unterstützen. (Bild: © Skitter Photo | stocksnap.io)

Idealerweise sollten Pflegekräfte einerseits spezifisch geschult und andererseits in der Gegend tätig sein, sodass lange Anfahrtswege möglichst vermieden werden. Professionelle lokale Anbieter, etwa für Altenpflege in Hamburg oder in bestimmten Stadtteilen, schneiden ihre Leistungen idealerweise auf den tatsächlich bestehenden Bedarf zu. Grundsätzlich ist jeweils zu unterscheiden zwischen den verschiedenen Aspekten der Leistung.

  1. Grundpflege: Körperpflege, Mobilität, Ernährung, Begleitung bei Erledigungen.
  2. Behandlungspflege: Ausführung ärztlich verordneter Maßnahmen.
  3. Spezielle Pflege: Orientiert sich an der vorliegenden Diagnose, etwa parenterale Versorgung bei Krebserkrankung.

Eine angemessene ambulante Versorgung für pflegebedürftige Angehörige ist gerade für Berufstätige eine wichtige Möglichkeit zur Ergänzung der Pflege. Denn während die Mehrheit Pflegebedürftiger ausschließlich zu Hause und von Angehörigen versorgt werden, erhöht für diese die Doppelbelastung von Beruf und Pflege nicht nur den Stressfaktor: Auch das eigene Gesundheitsrisiko steigt, sowohl in psychischer als auch körperlicher Hinsicht.

Seriöser ambulanter Pflegedienst? 4 Tipps für den Zweifelsfall

Gerade bei geschulten Dienstleistern für Altenpflege ist allerdings das Finden professioneller Dienste eine eigene Herausforderung. Denn Pflege-Jobs leiden unter dem Fachkräftemangel maßgeblich. Im Zuge der gegebenen Bedingungen und Entwicklungen macht diese Branche zudem immer wieder Negativschlagzeilen. Umso lauter wird auch die Frage, wie einschlägige Dienstleister kontrolliert werden können; zumal Dokumentations- und Kontrollmaßnahmen den ohnehin knapp bemessenen Zeitrahmen für ambulante Pflegedienste zusätzlich einschränken. Unbedingt achten sollten Sie – als pflegebedürftige oder angehörige Person – auf die folgenden Punkte.

1. Erstberatung nutzen

Nutzen Sie ganz bewusst die Gelegenheit beim ersten Beratungsgespräch: Stellen Sie alle Fragen, etwa zum Leistungsumfang und zur Abrechnung, und stecken Sie den tatsächlichen Bedarf genau ab. Berücksichtigen Sie dabei, dass Sie mit administrativ befugten beziehungsweise leitenden Mitarbeitern sprechen, die Ihnen Ihre Fragen detailliert beantworten können. Hören Sie dabei auch auf Ihr Bauchgefühl und verschaffen Sie sich einen persönlichen Eindruck.

2. Pflegevertrag ist Vorschrift

Der Abschluss eines schriftlichen Pflegevertrages ist zu Beginn der Leistungen vorgeschrieben. Darin sind die vereinbarten und auszuführenden Leistungen festzuhalten. Auf keinen Fall sollten Sie eine Blanko-Bestätigung ausstellen, auch nicht in der bereits laufenden Pflege.

3. Leistungsnachweis kontrollieren

Zum Monatsende hin muss ein Leistungsnachweis ausgestellt werden, der zur Bestätigung durch Unterschrift vorgelegt werden muss. Diesen sollten Sie – natürlich vor der Unterschrift – eingehend kontrollieren. Stellen Sie bei Bedenken Rückfragen an die Kranken- beziehungsweise Pflegekassen.

4. Leistungsabrechnung einsehen

Pflegedienste rechnen ihre Leistungen mit den Kassen ab. Als Versicherte haben Sie den Rechtsanspruch darauf, diese Leistungsabrechnung einzusehen. Sollte der Dienstleister Ihnen diese Einsicht verweigern, machen Sie umgehend Meldung bei der Pflegekasse – und wechseln Sie gegebenenfalls zu einem anderen Anbieter.

Fazit: Persönlicher Eindruck und Kontrolle zahlen sich aus

Mit dem Auftrag an ambulante Pflegedienste ist es mit der eigenen Verantwortung nicht getan: Der persönliche Eindruck ist zu keiner Zeit verzichtbar, weder bei einem Beratungsgespräch zu Beginn noch während der Pflege. Das gilt im Übrigen auch, wenn Sie etwa von einem ambulanten Pflegedienst zu einem anderen oder zu stationärer Pflege wechseln müssen. Dazu finden sich hier acht Tipps zur Entscheidung.

*Eine anschauliche Statistik, die den Zuwachs der letzten beiden Jahrzehnte zusammenfasst, finden Sie unter Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland.

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