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1. HCC-Akademie: Systematisches BGM – Interview mit Christine Breitbach

Das erste HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinar wird Ihnen morgen einen Überblick über die wichtigsten Themen des betrieblichen Gesundheitsmanagements liefern. Am 17. April referieren sieben hochkarätige Experten aus Bereichen Markt, Management, Ausbildung, Ernährung, Bewegung, Psyche und Arbeitsplatz. Im Vorfeld des Webinars haben wir mit den Referenten Interviews geführt, um Ihnen schon vorab einen kleinen Einblick in die jeweiligen Schwerpunkte gewähren zu können.

Christine Breitbach, Geschäftsführerin der Schrattenecker GmbH – Agentur für Gesundheitsmanagement, wird im 1. HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinar über das Thema „Erste Schritte zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements!“ sprechen.

Frau Breitbach, bitte stellen Sie sich und Ihre Arbeit kurz vor!

HCC-Akademie: Systematisches BGM – Interview mit Christine Breitbach

Bild: Christine Breitbach

Mein Name ist Christine Breitbach, Inhaberin und Geschäftsführerin der Schrattenecker GmbH. Wir sind eine Agentur für Betriebliches Gesundheitsmanagement und begleiten unsere Kunden beim Aufbau und der Optimierung ihres unternehmensinternen Gesundheitsmanagements. Darüber hinaus schulen wir in der BGM-Akademie Mitarbeiter, die Aufgaben im Thema Gesundheit übernehmen (BGM-Verantwortliche, Führungskräfte, Betriebsräte, …). Ihren Sitz hat die Schrattenecker GmbH in Steinheim bei Stuttgart, unsere Kunden betreuen wir jedoch deutschlandweit. Dazu gehören Unternehmen verschiedener Größen und Branchen – von internationalen Konzernen bis hin zu klein- und mittelständischen Unternehmen.

Wie kamen Sie von der Sportökonomie zum BGM?

Das Thema BGM fand ich schon immer spannend. Über verschiedene Praktika unter anderem bei der Daimler AG und meiner Diplomarbeit am Mercedes-Benz Werk Wörth habe ich meine Begeisterung für das Thema entdeckt.

Heute begleitet mich der Sport hauptsächlich privat. Das Basiswissen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung sind jedoch auch in meinem beruflichen Alltag nicht verkehrt – auch wenn wir keine klassischen Maßnahmen anbieten.

Bestehen schon Probleme, wenn Betriebe an Sie herantreten, oder denken die Betriebe auch bereits präventiv?

Ganz häufig kommen Unternehmen auf uns zu, weil Sie an irgendeiner Stelle spüren, dass sie handeln müssen. Der häufigste Grund sind hier hohe Fehlzeiten, aber auch eine hohe Unzufriedenheit der Mitarbeiter oder die Burnout-Problematik können der Auslöser sein. Bisher gibt es nur wenige Unternehmen, die das Thema BGM präventiv angehen. Aber es gibt auch einige, die frühzeitig erkennen, dass die Mitarbeiter ihre wichtigste Ressource sind.

Wie stark ist das Bewusstsein für betriebliches Gesundheitsmanagement Ihrer Erfahrung nach bereits ausgeprägt?

Viele Unternehmen bieten derzeit Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter an wie Rückenschulen oder Bewegungs- und Ernährungskurse. Wir erleben immer wieder, dass ein solches Vorgehen als Betriebliches Gesundheitsmanagement bezeichnet wird. Damit Gesundheit nachhaltig im Unternehmen leben kann, braucht es aber viel mehr. Es braucht ein systematisches Vorgehen und Gesundheit muss in den vorhandenen Strukturen und Prozessen verankert werden (z.B. mit Zielen, einem Steuerkreis Gesundheit, der regelmäßig tagt und dem Ansatz, analysebasiert vorzugehen). Das nennt man dann Gesundheitsmanagement.

Wo liegen häufig die Probleme der Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements?

Ein ganz häufiger Knackpunkt ist die Unterstützung seitens der Führungskräfte. Wenn diese nicht hinter dem Thema stehen, das Vorhaben mittragen und als Vorbild vorangehen, funktioniert es nicht.

Wir erleben häufig, dass Gesundheitsmanagement von oben übergestülpt wird, also ohne die Mitarbeiter zu beteiligen. Ein solches Vorgehen schafft meist wenig Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Damit verbunden entstehen auch Probleme, wenn die Mitarbeiter nicht darüber informiert werden, was geplant ist und wie mit dem Thema im Unternehmen umgegangen wird. In vielen Betrieben wissen die Beschäftigten gar nicht, dass es Angebote zum Thema Gesundheit gibt. Dass die Maßnahmen in solchen Fällen nur wenig angenommen werden, kann man sich vorstellen.

Was erwartet die Teilnehmer des 1. HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinars bei Ihnen?

Ich lade sie ein, kennenzulernen, wie der Aufbau eines systematischen und nachhaltigen Gesundheitsmanagements im Unternehmen aussehen kann und auf was man dabei unbedingt achten sollte. Dies werde ich mit vielen Praxisbeispielen untermauern.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zur Veranstaltung im HCC-Kalender

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