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Arbeitsplatzgestaltung / Management

Mitarbeiter entlasten statt belasten – aber wie?

Die Wichtigkeit eines guten Verhältnisses mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der eigenen Firma ist heute wohl kaum noch ein Geheimnis zu nennen. Nichtsdestotrotz bleibt die Verbesserung des Arbeitsklimas vielerorts eine viel geschwungene, aber nie umgesetzte Phrase. Zu einer effektiven Verbesserung gehört es allerdings auch, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten, statt sie zu belasten. Doch wie sollen Unternehmerinnen und Unternehmer das anstellen? Genau dieser Frage geht dieser Beitrag auf den Grund.

Arten von Be- und Entlastung am Arbeitsplatz

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Aufzeigen von Problemen: Führt man sich erst einmal die Konsequenzen vor Augen, muss die Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter definitiv thematisiert werden. (Bild: © Free-Photos | pixabay.com)

Doch in welchen Bereichen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überhaupt entlastet werden? Hier gibt es verschiedene Ebenen, die einen großen Einfluss darauf haben können, ob die Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen leichter oder schwerer wird. Zunächst einmal ist hier sicherlich die physische Be- oder Entlastung der Kollegen zu nennen.

Ein konkretes Beispiel hierfür: Handelt es sich zum Beispiel um eine Tätigkeit, die handwerkliche Fähigkeiten erfordert, kommt es stark darauf an, ob die technische Ausrüstung zur Unterstützung vorhanden ist. Je weniger Equipment zur Verfügung steht, desto schwerer wird es für die Angestellten physisch, die Arbeiten korrekt und ohne körperliche Schäden auszuführen, das gilt beispielsweise auch für Tätigkeiten auf dem Bau. Körperliche Schäden sorgen zwar selten dafür, dass die Arbeitskräfte in jüngeren Jahren aufhören müssen zu arbeiten, aber später drohen chronische Ausfälle.

Das ist gerade im handwerklichen Bereich für alle Seiten sehr schlecht: Die Angestellten müssen besonders bei chronischen Verletzungen und Erkrankungen trotz Krankenkasse viele Leistungen selbst bezahlen, während die Unternehmen nicht von ihrer gesammelten Erfahrung profitieren können. Dabei spielt zudem eine Rolle, dass die Menschen mit zunehmenden Alter immer stärker etwa unter schweren Tragearbeiten leiden. Dasselbe gilt allerdings auch für andere Bereiche: Auch Krankenpflegerinnen und –pfleger sowie Menschen, die sich um die Pflege von alten Menschen kümmern, nehmen erhebliche körperliche Belastungen in Kauf.

Psychische Belastungen und Stress

Selbstverständlich gibt es nicht nur Belastungen im körperlichen Bereich. Stattdessen sind auch in den diversen Bürojobs unserer Republik große Belastungen möglich. Diese rühren aber meistens vor allem daher, dass wir ein intensives Stressempfinden haben. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, zum Beispiel das Gefühl, für die eigene Arbeit auch angemessen entlohnt zu werden. Zusätzlich ist das Arbeitsklima entscheidend. Denn Stress ist eben nicht das Gleiche wie Anstrengung. Anstrengung kann durchaus eine positive Dimension haben – bei Stress ist dies ausgeschlossen. Eine Arbeitsmotivation, die zum Beispiel nur durch Druck durch Vorgesetzte und Chefs verursacht wird, hat erhebliche, negative Auswirkungen auf das Verhalten am Arbeitsplatz und auch das Verhältnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Durch derartige Erscheinungen kann schnell eine Abwärtsspirale entstehen.

Was können Firmenchefinnen und -chefs tun?

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Was können Führungskräfte also nun für die Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun? (© rawpixel | pixabay.com)

Was also können Firmenchefinnen und -chefs tun, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine sinnvolle, wirtschaftliche und nachhaltige Weise zu entlasten, sodass diese langfristig gute bis sehr gute Arbeitsleistungen mit hoher Eigenmotivation bringen? Da die Unternehmen sehr verschiedene Budgets haben, muss der erste Ansatz darin bestehen, die Ressourcen dieser Unternehmen sinnvoll einzusetzen.

Ressourcen richtig verteilen

Wenn Sie sich nun fragen, was das mit der Entlastung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun hat, lautet die knappe Antwort: Eine ganze Menge. Denn falsch verteilte Ressourcen können zu erheblichen Mehrarbeiten führen und auf diese Art und Weise Stress verursachen. Deshalb sollten sich Unternehmerinnen und Unternehmer, durch entsprechende Tools unterstützt, an die Kontrolle und Planung ihrer Ressourcen heranwagen. Dabei gibt es eine große Auswahl, bei der sich ein Vergleich lohnt, um für die eigene Firma das Optimum herauszuholen.

Freilich sind solche Tools nicht die einzige Methode, um für eine bessere Ressourcenverteilung zu sorgen. Letztlich unerlässlich sind beispielsweise eine gute Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen und die Kritikfähigkeit, eventuelle Schieflagen anzuerkennen und diese entsprechend zu überarbeiten.

Teamwork ist gefragt

Nur, wenn die verschiedenen Abteilungen Hand in Hand arbeiten, kann die Effizienz verbessert und der Stress der Kolleginnen und Kollegen verringert werden. Dazu ist es ganz klar notwendig, die Strukturen zu verbessern und regelmäßige Meetings einzurichten, sodass ein Austausch zwischen den verschiedenen Abteilungen überhaupt erfolgen kann. Dass diese Meetings ergebnisoffen und tatsächlich dialogorientiert ablaufen sollten, versteht sich von selbst. Zudem ist eine gewisse Meeting-Kultur notwendig, damit auch wirklich Ergebnisse erzielt werden können.

Das ideale Arbeitsumfeld zur Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eine echte Entlastung kann auch durch ein angenehmeres Arbeitsumfeld geschaffen werden. So sollten die Büros den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern etwa ausreichend große Fenster bieten, damit sie anständige Lichtverhältnisse haben. Eine Kaffeeküche, in der für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumindest kostenloses Wasser und eben Kaffee zur Verfügung stehen, kann ein Zeichen für den Respekt für sie sein. Auch Anschaffungen wie eine Mikrowelle sind eine gute Investition, sodass sie ihr eigenes Essen mitbringen und auch aufwärmen können.

Zum optimalen Arbeitsumfeld gehören auch weitere atmosphärische Details, beispielsweise Grünpflanzen, die zudem Sauerstoff spenden und das Büro-Grau auflockern. Auch schöne und geschmackvolle Gemälde machen das Gebäude nahezu wohnlich. Gleitzeit im Büro, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlaubt, etwas mehr nach ihrer inneren Uhr zu arbeiten und die Möglichkeit, für ein paar Tage bei Bedarf ins Homeoffice zu wechseln, können gute Methoden sein um den Kollegen ein wenig Flexibilität einzuräumen.

Fazit: Der Methoden zur Entlastung der Mitarbeiter gibt es viele…

Nicht jede Methode zur Mitarbeiterentlastung kann in jeder Firma umgesetzt werden – muss sie aber auch gar nicht. Stattdessen gilt es, Überlegungen anzustellen, was realistisch und effektiv umgesetzt werden kann und was nicht. In so ziemlich jeder Firma ist es aber denkbar, zumindest einige Maßnahmen in Ansätzen oder angepasster Form in die Arbeitsroutine zu integrieren. Auf diese Weise kann das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert werden – und die Unternehmen können wiederum auch von ihnen profitieren.

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