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Management

Outsourcing: Auch bei Dienstleistern und Zulieferern auf Standards achten

Outsourcing ist nach wie vor äußerst beliebt bei hiesigen Unternehmen – und das aus guten Gründen. Abgesehen von den offenkundigen finanziellen Vorteilen und der einfachen Abwicklung muss man sich als Auftraggeber vor allem um nichts kümmern, was das Personal betrifft. Der beauftragte Dienstleister erbringt die vereinbarte Leistung. Wie er das tut und mit welchen personellen Mitteln, kann dem Auftraggeber egal sein. Kann, muss aber nicht. Denn Dienstleister und Zulieferer mit hohen Standards im Personalwesen sind immer die bessere Wahl.

Outsourcing, Verantwortung und Glaubwürdigkeit

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Auch im HR-Outsourcing ist auf Standards und die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen zu achten. (Bild: © AllClear55 / pixabay.com)

Wie schon eingangs erwähnt, kommt es beim Outsourcing vor allem darauf an, die Dinge einfach zu halten und keine Ressourcen zu opfern, die anderswo besser aufgehoben sind. Folglich überlassen viele Unternehmen die tatsächliche Erbringung der beauftragten Leistung völlig dem Subunternehmer. Rechtlich und betriebswirtschaftlich mag das auch völlig in Ordnung sein, doch moralisch und qualitativ ist die Sache nicht ganz so einfach. Nicht wenige Unternehmen, die sich Fair-Trade oder hohen Arbeitsschutz auf die Fahnen geschrieben haben, sind in der Folge über Missstände bei Zulieferern gestolpert, die es genau mit diesen sozialen Standards nicht so genau genommen haben (Beispiel: Apple). Die Folge war massiv schlechte PR für den Auftraggeber, obwohl der eigentlich mit der Sache gar nichts zu tun hatte. Allerdings wurde offenbar auch in diesen Belangen nicht so genau nachgefragt, frei nach dem Motto: Hauptsache das Produkt ist gut und günstig. Bezahlt wurde diese kurzsichtige Denkweise mit einem Verlust der Glaubwürdigkeit. Wer dem vorbeugen möchte und zudem vielleicht auch ganz eigene persönliche Standards in moralischen Fragen hat, der muss also genauer hinsehen, wenn es um Zulieferer und Outsourcing-Dienstleister geht.

Outsourcing: Standards und Zertifikate helfen

Es ist oft gar nicht so einfach, nachzuvollziehen, unter welchen Umständen die Leistungen erbracht werden, die man als Unternehmen anderswo einkauft. Auch Subunternehmer haben schließlich eine betriebliche Integrität und sind nicht zu derlei Transparenz verpflichtet. Allerdings gibt es immer mehr Firmen, die solche Transparenz anbieten und von diesem Schritt durchaus profitieren. Einige holen sich spezifische Zertifikate, die in diesem oder jenem Bereich von Qualität zeugen sollen. Vor allem im produzierenden Gewerbe sind diese Zertifizierungen sehr verbreitet und teilweise sogar verpflichtend. Andere nehmen an Wettbewerben teil, gewinnen Preise oder lassen sich durch unabhängige Experten beraten und evaluieren. Große Unternehmen wie etwa die Capita Customer Service Gruppe, die weltweit mehr als 73.000 Menschen beschäftigt, haben intern fundierte Regularien und Konzepte, die sicherstellen, dass die Mitarbeiter fair behandelt und entlohnt werden. Das hat nicht zuletzt mit dem eigenen Anspruch zu tun, stets beste Ergebnisse abzuliefern, denn vor allem im Dienstleistungssegment bringen nur motivierte Mitarbeiter auch wirklich gute Leistungen.

Gesunde Mitarbeiter leisten mehr

Zufriedene Mitarbeiter zeigen stets die besseren Ergebnisse, das ist bekannt und auch allgemein akzeptiert. Doch wie sieht es mit der Mitarbeitergesundheit aus? Hier gibt es tatsächlich noch einen großen Nachholbedarf, denn viele Unternehmen – ob Zulieferer oder nicht – haben den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Produktivität noch nicht vollends durchdacht. Dabei zeigen viele Rechenbeispiele, wie viel Arbeitskraft und damit Ertrag verlorengeht, wenn ein guter Mitarbeiter erkrankt. 2015 beliefen sich die Entgeltfortzahlungen bei Krankheit, Mutterschaft und Heilverfahren auf stolze 45 Milliarden Euro. Hinzu kamen die fälligen Beiträge zur Sozialversicherung sowie die anteiligen Krankengeldzahlungen der Krankenkassen. Abhilfe können da professionelle Beratungen und Gesundheitsförderprogramme schaffen – sei es im Bereich Sport, der Ernährung oder der richtigen Arbeitsplatzgestaltung. Dieses Engagement wiederum sollten dann aber auch vom Auftraggeber positiv bewertet werden. Wer seine Arbeiten an einen Dienstleister auslagert, dessen Belegschaft von solcher Umsicht profitiert, der hat nämlich ebenfalls etwas davon. Denn auch ausgelagerte Arbeit ist letztlich Arbeit, die gut und produktiv angegangen werden will und gesunde Mitarbeiter mit weniger Fehlzeiten konzentrieren sich weitaus besser auf ihre Aufgaben.

 

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