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Arbeitsplatzgestaltung / Studien / Tipps & Tricks

Wichtiges zur Feinstaubbelastung durch Laserdruckern

In den meisten Büros stehen ein oder mehrere Laserdrucker, ein Faxgerät oder auch ein Kopiergerät. Je nach Modell belasten solche Geräte die Umgebung mit teilweise sehr hohen Konzentrationen an giftigen Feinstaubpartikeln sowie anderen schädlichen Emissionen. Die Diskussion um die Feinstaubbelastung bei der Nutzung von Laserdruckern ist nicht neu. Anfangs handelte es sich mehr um einen Verdacht beziehungsweise um ein kleines Nischenthema. Inzwischen wird das Thema Feinstaubbelastung allerdings auch von größeren Medien aufgegriffen und in der Öffentlichkeit zum Teil heftig diskutiert. Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Studien zu diesem Thema. Diese ergaben, dass der Tonerstaub eine durchaus ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit der Menschen darstellt, die sich täglich in den Büros aufhalten müssen, in denen mit Laserdruckern gearbeitet wird.

Wodurch die Feinstaubemissionen in Laserdruckern entstehen

Laserdrucker arbeiten im Gegensatz zu anderen Druckerarten wie etwa Tintenstrahldrucker mit einem Tonerpulver, das aus feinsten Partikeln besteht. Während der Drucker Ausdrucke anfertigt, entsteht aus dem Tonerpulver Tonerstaub. Es handelt sich um Feinstaubemissionen mit einer Partikelgröße im Nanobereich. Diese können problemlos eingeatmet werden und gelangen so in die Lunge. Die in den Tonern verwendeten Chemikalien werden erst dann harmlos, wenn sie auf das Druckerpapier aufgetragen und mit diesem verschmolzen wurden. Man spricht hier von der sogenannten Fixierung, vor der die häufig auf Kunstharzbasis hergestellten Toner krebserregende Stoffe wie zum Beispiel Benzol freigeben können.

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Das Risiko, das von Laserdruckern durch den Tonerstaub ausgeht, wird teils heftig diskutiert und weitestgehend unterschätzt. (Bild: tookapic | pixabay.com)

Auch andere giftige Stoffe wie etwa Tributylzinn oder auch Dibutylzinn konnten in Spuren nachgewiesen werden. Natürlich richtet sich die Menge der schädlichen Stoffe immer nach der Art des verwendeten Toners. Es gibt von Hersteller zu Hersteller größere Unterschiede bei den Emissionen dieser schädlichen Stoffe. Allerdings sind es nicht nur die Anteile an Feinstaub, die durch die Lüfte der Geräte in die Umwelt gelangen können. Auch die zum Teil hohen Ozonemissionen werden als besonders schädlich eingestuft.

Die tatsächlichen Gefahren für die Nutzer von Laserdruckern

Es hat bereits einige Untersuchungen zum Thema Emissionen von Laserdruckern gegeben. Diese Untersuchungen ergaben, dass viele Geräte vor allem in der Anfangsphase eines Druckvorganges eine erhebliche Anzahl von sehr feinen Partikeln ausstoßen. Dabei handelte es sich um äußerst feine Partikel. Die ultrafeinen Partikel sind nur wenige Nanometer groß und sind daher lungengängig. Sie können tief in die Lunge eindringen und sich dort ablagern. Allerdings sind die erzeugten Emissionen von Druckermodell zu Druckermodell höchst unterschiedlich. Doch selbst, wenn diese Aspekte bei der Auswahl der Geräte berücksichtigt wurde, sollte die Gefahr für die Gesundheit ernst genommen werden. Außerdem ist es sinnvoll, beim Umgang mit den Druckern und dem Tonerpulver einige Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und nicht zu sorglos mit der Thematik umzugehen.

So können zu große Belastungen durch Feinstaub vermieden werden

Da gibt es beispielsweise Empfehlungen, wo Laserdrucker am besten aufgestellt werden sollten. Diese sollten möglichst nicht auf dem Schreibtisch direkt stehen, sondern am besten mehrere Meter vom Arbeitsplatz entfernt. Auch Kopiergeräte, die auf dem gleichen Funktionsprinzip basieren wie herkömmliche Laserdrucker, sollten nicht in unmittelbarer Nähe der Arbeitsplätze aufgestellt werden. Am besten ist es, die Geräte stehen in einem separaten und gut gelüfteten Raum. Der Standort der Drucker sollte also neben anderen Aspekten schon in der Büroraumplanung bedacht werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nach Möglichkeit ganz auf einen Laserdrucker verzichten und auf einen neuen Tintenstrahldrucker zurückgreifen, der ebenso schnell und sparsam drucken kann wie ein Laserdrucker. Allerdings ist dies nicht überall ohne Weiteres machbar, da beim Druckerkauf oft andere Eigenschaften in der Kaufberatung priorisiert werden. Wo doch ein Laserdrucker zum Einsatz kommen soll oder bereits seit langer Zeit eingesetzt wird, kann eine ausreichende Belüftung im Büro für eine deutliche Verringerung der Belastung sorgen. Auch eine vorsichtige Handhabung beim Wechseln der Tonerbehälter ist sinnvoll, damit die Belastung durch das Tonerpulver so gering wie möglich bleibt. Beispielsweise Feinstaubfilter speziell für Laserdrucker können den schädlichen Ausstoß der gefürchteten Feinstaubpartikel deutlich verringern.

Steht die Anschaffung eines neuen Gerätes bevor, so sollte die Wahl am besten auf ein Gerät mit einer nachgewiesen geringen Feinstaubemission fallen. Es gibt mittlerweile viele Tests und entsprechende Ergebnisse in Bezug auf die jeweiligen Belastungen durch Tonerpulver und Feinstaub, die ruhig beim Kauf eines neuen Druckers berücksichtigt werden sollten, um die zukünftigen Belastungen so gering wie möglich zu halten.

2 Kommentare

  1. Guten morgen,

    Eine andere Losung ist ein Toxozon feinstaub filter.

  2. Pingback: Druckerpatronen entsorgen – einschicken statt wegwerfen - Human Capital Care

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