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Ausbildung / Multimedia

Wie Lernerfolg mit digitalen Medien funktioniert

Kinder und Jugendliche wachsen heute wie selbstverständlich mit digitalen Medien auf und beherrschen diese mühelos. Kein Wunder also, dass digitale Lernmittel immer mehr im Schulalltag gefordert werden. Doch welche Chancen und Risiken birgt der Einsatz von digitalen Medien? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um einen Lernerfolg zu gewährleisten?

Chancen und Risiken beim Einsatz von digitalen Medien

Immer mehr Schulen nutzen und thematisieren digitale Medien. Einerseits können diese den Lernerfolg positiv beeinflussen, andererseits bergen sie aber auch gewisse Risiken und Nachteile.

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Richtig eingesetzt sorgen digitale Medien für den optimalen Lernerfolg. Das erfordert allerdings bestimmte Voraussetzungen. (Bild: © albersHeinemann | pixabay.com)

Digitaler Unterricht, der ausschließlich im Computerraum der Schule stattfindet, gehört dabei der Vergangenheit an. Die Entwicklung von digitalen Unterrichtsmaterialien geht deutlich voran: Lernspiele, E-Books, Tablets und Internet ermöglichen kreatives und mobiles Lernen. Auch Internetplattformen wie gut-erklärt.de können helfen, mathematische Formeln zu verstehen. Mit digitalen Medien kann auch das schwierigste Thema einfach und verständlich vermittelt werden. Lehrer stellen oft fest, dass ihre Schüler dem Unterricht aufmerksamer und interessierter folgen, wenn digitale Medien zum Einsatz kommen. Der Einsatz digitaler Medien bringt aber noch weitere Vorteile mit sich:

  • Eine Darbietung von Informationen, welche mehrere Sinne anspricht und in unterschiedlichen Gedächtnissystemen gespeichert wird, ist lernförderlich.
  • Multimediale Lernprogramme und -spiele erhöhen den Lerneffekt.
  • Durch die Vernetzung kann jeder Schüler nach seinem Kenntnisstand und seinen Interessen bestimmte Informationen suchen. Dies fördert persönliche Neigungen und gleicht mögliche Lernschwächen aus.
  • Kommunikationstools ermöglichen ein vernetztes Arbeiten – so kann auch mit digitalen Medien projektorientiert zusammengearbeitet werden.
  • Sogenannte „Web 2.0-Applikationen“, wie Foren oder Wikis, ermöglichen eine interaktive und partizipierte Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Themen.

Viele Lehrer stehen dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht allerdings noch skeptisch gegenüber und verzichten zumeist auf deren Einsatz. Das größte Bedenken: Schüler werden durch digitale Medien vom Unterricht viel mehr abgelenkt, als dass diese förderlich wären. Selbstverständlich gibt es auch einige Schüler, die lieber in den sozialen Netzwerken unterwegs sind statt dem Unterricht zu folgen, oder im Netz nach Informationen für das nächste Referat zu suchen. Der möglichen Ablenkungsgefahr muss natürlich von Seiten der Lehrer vorbeugend entgegengewirkt werden. Dies kann in Form von klaren Regeln, kontrollierten Internetzugängen oder Kontrollsoftware auf den einzelnen Geräten geschehen. Auf diese Weise können die Schüler nicht mehr abgelenkt werden, wodurch das eigentliche Potenzial der digitalen Medien ausgeschöpft werden kann.

Verantwortlicher Umgang mit Informationen aus dem Internet

Bevor Schüler überhaupt die Informationsquelle Internet für Recherchen nutzen können, müssen Lehrkräfte zunächst einiges an Aufklärungsarbeit leisten: Inwieweit dürfen Informationen übernommen und verwendet werden? Was sind Urheberrechte? Wie erkenne und prüfe ich, ob die angegebenen Informationen richtig sind? Welche Seiten gelten als gefährlich/sollten gemieden werden? Diese und weitere Fragen gilt es im Vorfeld zu beantworten.

Medienkompetenz als Schlüssel für digitales Lernen – und den Lernerfolg

Junge Menschen sind sich oft nicht der Konsequenzen von inadäquater Mediennutzung bewusst. Diese sollte heutzutage schließlich schon von klein auf mit pädagogisch wertvollen und altersgerechten Medien entwickelt werden. Aber auch Lehrkräfte und Eltern dürfen nicht auf der Stelle stehen bleiben – schließlich können die richtigen Lerninhalte nur dann korrekt vermittelt werden, wenn entsprechendes Know-how vorhanden ist. Wer Kindern und Jugendlichen individuelle Bildung mit digitalen Werkzeugen und Medien ermöglichen möchte, muss ihnen stets beratend und begleitend zur Seite stehen.

Zukunft und Perspektiven für das Lernen und Lehren mit digitalen Medien

Bund und Schulen kommen um das Thema nicht herum. Dies zeigt auch die diesjährige LEARNTEC in Karlsruhe, die Fachmesse für digitales Lernen. Doch bevor wirklich alle Schulen ausreichend digitalisiert sind, ist noch einiges zu tun: Angefangen bei der qualitativen Ausstattung mit WLAN und Internetverbindung bis hin zur Erstellung von Lernkonzepten, Bezuschussungen des Bundes und der Weiterbildung von Lehrkräften.

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