Gesundheitsreport 2013: Fast jeder Zweite „hat Rücken“

Bandscheibenvorfall und Bandscheibenschäden: Neue Therapie in Aussicht

Mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) aller AU-Tage ist auf Muskel-und Skeletterkrankungen zurückzuführen. Wie in den letzten Jahrn, liegt der Schwerpunkt erneut bei Krankheiten des Rückens und der Wirbelsäule. Fast die Hälfte (46,9 Prozent) aller Frauen und Männer (48,7 Prozent) leiden unter Rückenschmerzen – und das obwohl die körperlichen Belastungen der Arbeitnehmer kontinuierlich abgenommen haben.

Fehlzeiten um ein Drittel gestiegen

Bandscheibenvorfall und Bandscheibenschäden: Neue Therapie in Aussicht
Der Schwerpunkt liegt erneut bei Krankheiten des Rückens und der Wirbelsäule (Bild: strichcode / pixelio.de).

Das sind die zentralen Ergebnisse des diesjährigen BKK Gesundheitsreport 2013 „Gesundheit in Bewegung“. Seit nunmehr fast vier Jahrzehnten erfasst und analysiert das BKK System die gesundheitlichen Befunde. In diesem Jahr von 4,8 Millionen beschäftigten Mitgliedern. Die Langzeitbeobachtung zeigt: In einem Zeitraum von gerade einmal acht Jahren sind die Fehlzeiten bei Muskel-und Skeletterkrankungen (MSE) um fast ein Drittel angestiegen.

Postdienstleister am meisten betroffen

Vor allem beschäftigte BKK Mitglieder in den Postdiensten liegen bei den durch Muskel-und Skeletterkrankungen verursachten Fehlzeiten weit vorn (766 AU-Tage je 100 beschäftigte Mitglieder). Gefolgt von Mitarbeitern der Abfallentsorgung und Recycling (646 AU-Tage) sowie von Beschäftigten in der Metallerzeugung und -bearbeitung (615 AU-Tage).

Dagegen sind, dem BKK Gesundheitsreport 2013 zufolge, in den Branchen Informationsdienstleistung und Datenverarbeitung (133 AU-Tage), Verlag und Medien (162 AU-Tage) sowie im Kredit-und Versicherungsgewerbe (177 AU-Tage) die niedrigsten AU-Tage je 100 beschäftigter Mitglieder aufgrund von MSE Krankheiten zu verzeichnen.

Thüringen trauriger Spitzenreiter

Besonders hoch sind die durch Muskel-und Skeletterkrankungen verursachten Fehlzeiten in Thüringen, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und dem Saarland. In Ostdeutschland ist dies vor allem auf ungünstige demografische Strukturen (hohes Durchschnittsalter und hoher Männeranteil) zurückzuführen. Eher weniger betroffen sind die Menschen in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein.

Krankheitsgeschehen 2013 – die ersten drei Quartale

Insgesamt sind die durchschnittlichen Krankenstandswerte, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur marginal angestiegen. Von Januar bis September 2013 lag dieser bei 4,22 Prozent (ggü. 4,21 Prozent in 2012). Im ersten Quartal 2013 fielen allerdings die Fehlzeiten wesentlich höher aus als im Vorjahresquartal. Die durchschnittlichen Krankheitstage waren geprägt durch Erkrankungen des Atmungssystems. Ursache dafür war eine starke Grippewelle. Allerdings lagen die Krankenstände in den Sommermonaten teils deutlich unter den Vorjahreswerten.

(cs / BKK Dachverband e.V.)

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BKK Gesundheitsreport 2013 – Weiterführender Link zum Thema:

Weitere Details zu Fehlzeiten, Ausfallgründen und Krankheitsdaten finden sich im BKK Gesundheitsreport 2013 „Gesundheit in Bewegung“, welchen Sie sich über folgenden Link kostenlos herunterladen (PDF, 12.2 MB) können.

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