Psychologe überzeugt: Exzessive Smartphone-Nutzung macht unglücklich

Nichtstun gilt in unserer heutigen Leistungsgesellschaft als verpönt, ist aber wichtig! Vor allem, wenn es um die Nutzung des eigenen Smartphones geht. Denn Menschen, die Nachrichten oder Anrufe hin und wieder ignorieren, sind glücklicher. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Kent State University in Ohio hervor.

Tipp: Ein Tag ohne Smartphone

„Ich kann mir vorstellen, dass jemand, der nicht einmal mehr am Wochenende ohne Smartphone auskommt, sich dadurch gestresst und unglücklicher fühlt. Die Arbeitszeit drängt sich in die Freizeit und die Leute fühlen sich ständig getrieben“, kommentiert Psychotherapeut Dominik Rosenauer die Untersuchungsergebnisse. Der Experte empfiehlt einen Tag in der Woche ohne Smartphone, an dem man es bewusst zuhause liegen lässt und die Zeit auskostet, in der man nicht erreichbar ist.

Häufiger Gebrauch erhöht Stress

Die Wissenschaftler Barkley, Karpinski und Lepp haben den täglichen Smartphone-Gebrauch von 500 Studenten zwischen 18 und 22 Jahren dokumentiert und mittels klinischer Methode ihren Grad an Angstgefühl und Zufriedenheit gemessen. Die Forscher fanden heraus, dass sich die Probanden durch die permanente Handy- beziehungsweise Smartphone-Nutzung dazu verpflichtet fühlten, ständig mit ihren Freunden in Kontakt zu sein. Studenten, die den ganzen Tag über unentwegt Nachrichten verschicken und auf Social Media-Seiten unterwegs sind, fühlen sich an das Gerät gebunden, was sie häufig zusätzlich stresst.

Zudem werden Prüfungsergebnisse durch den selbst erzeugten Smartphone-Stress beeinflusst: Diejenigen, die ihr Telefon gar nicht zur Seite legen können, schreiben schlechtere Noten als jene, die auch einmal Abstand davon nehmen.

(via Pressetext)

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