“Public Health” – neuer berufsbegleitender Master-Studiengang

Barmer GEK Report Krankenhaus 2013

[Bild: s.media / pixelio.de]

Der berufsbegleitende Master-Weiterbildungsstudiengang “Public Health” startet zum Wintersemester 2013/14 an der Jade Hochschule am Studienort Oldenburg.

"Public Health" – neuer berufsbegleitender Master-Studiengang
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“Public Health befasst sich mit den körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit einer Gesellschaft”, erklärt Dr. Frauke Koppelin, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Jade Hochschule, die den Studiengang ins Leben gerufen hat. „Es geht bei “Public Health” um eine möglichst optimale gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung, weshalb wir interdisziplinär arbeiten und Wissenschaften wie Medizin, Psychologie, Ökonomie, Epidemiologie, Sozial- und Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften und Management einbeziehen“, so die Soziologin, die seit Jahren in dieser Disziplin forscht und lehrt. „Die Lehre ist problemorientiert, das heißt, wir betrachten die verschiedenen Facetten der Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit.“

Der Studiengang “Public Health” eignet sich auch für ein berufsbegleitendes Studium: Die Lehreinheiten finden an Wochenenden und in einer Blockwoche im Studienhalbjahr statt. Ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und eine einjährige Berufstätigkeit sind Voraussetzungen für die Aufnahme ins Masterstudium. Das Studium ist gebührenpflichtig.

„Dieser Weiterbildungsstudiengang hat eine große Zukunft“, sagt Dr. Elmar Schreiber, Präsident der Jade Hochschule. „Rund 156.000 Menschen arbeiten in der Metropolregion Nordwest in der Gesundheitswirtschaft. Das sind zwölf Prozent aller Erwerbstätigen“, unterstreicht er die Bedeutung des Studiengangs. „Ein Großteil von ihnen ist auf Weiterbildung angewiesen.“ Künftig können alle, die in der Gesundheitswirtschaft arbeiten, das Angebot der Jade Hochschule nutzen. So soll neben dem Studiengang auch Weiterbildung in Form von Seminaren und Workshops angeboten und die Vernetzung mit öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Unternehmen im Gesundheitsbereich vorangetrieben werden.

„Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung sind Themen, die in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden“, bestätigt Koppelin. Je besser die Versorgung von Kranken aber auch die Prävention sei, umso optimaler könne sich ein Gesundheitssystem zugunsten aller Beteiligten entwickeln. „Wir untersuchen beispielsweise, inwiefern Früherkennungsangebote wahrgenommen werden, warum Männer sie seltener nutzen als Frauen, was getan werden muss, damit Klein- und Mittelständische Betriebe aber auch Großunternehmen auf lange Sicht ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement implementieren und Prävention nachhaltig greift“, so die Expertin. Untersucht wird auch, wie sich die Über-, Unter- oder auch Fehlversorgung im Gesundheitsversorgungssystem vermeiden lässt, und welche Gesundheits- und Pflegeleistungen aus Sicht der Nutzer als auch aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll sind.

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Frauke Koppelin hat bereits in Bremen den Studiengang “Public Health” aufgebaut, später an der Fachhochschule Emden den gleichnamigen Weiterbildungsstudiengang entwickelt und an der Universität Bremen in “Public Health” gelehrt. Ehe sie an die Jade Hochschule gekommen ist, leitete sie die Abteilung Versorgungsforschung im Institut für Public Health und Pflegeforschung kommissarisch. Koppelin ist stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie.

Der neue Weiterbildungsstudiengang “Public Health” fügt sich in das vorhandene Fächerspektrum im Gesundheitsbereich der Jade Hochschule mit den Bachelorstudiengängen Assistive Technologie, Medizintechnik sowie Hörtechnik und Audiologie. Zudem ergänzt er inhaltlich die Angebote der European Medical School (EMS) der Universität Oldenburg.

Weitere Informationen:

Jade Hochschule – Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

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