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Arbeitsplatzgestaltung

Ungeachtet der Jahreszeiten: Sicherheitsschuhe sind ein Muss

Sicherheit geht vor: Obwohl die Zeiten vorbei sind, in denen Sicherheitsschuhe „gar nicht gut aussehen“ könnten, ist dieses Bild noch weit verbreitet. Doch sobald es um das Thema Arbeitssicherheit geht, wird auch dem Letzten klar: Das Tragen des richtigen Schuhwerks hat an sich nichts mit Mode zu tun, sondern ist eine Frage der Arbeitssicherheit. So gilt auch unabhängig von Temperaturen, unmittelbarer Sonneneinstrahlung und allgemein den Jahreszeiten: Sicherheitsschuhe sind Pflicht.* Dabei gilt jedoch auch, dass eben nicht jeder Sicherheitsschuh gleich ist: Spezielle Kriterien und Eigenschaften machen den notwendigen Unterschied in Gefahrensituationen. Welche das sind und sein können, muss je nach Einsatzumgebung bestimmt werden. Hier spielt der Arbeitgeber eine wichtige Rolle. Dieser Beitrag gibt einen Überblick, was Sie wissen sollten – und warum warme und kalte Jahreszeiten und Sicherheitsschuhe sich nicht ausschließen.

Die Suche nach den richtigen Sicherheitsschuhen

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Temperaturen und Feuchtigkeit können für unangenehme Arbeitsbedingungen sorgen. Doch die Jahreszeiten und Sicherheitsschuhe schließen sich nicht gegenseitig aus; ganz im Gegenteil. (Bild: © Alex Iby | stocksnap.io)

Um herauszufinden, welche Sicherheitsschuhe nun zu Ihnen und Ihren Anforderungen passen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Auf Anfrage bei Ihrem Arbeitgeber erhalten Sie Auskunft mithilfe der gängigen Kürzel für Sicherheitsschuhe, die deren Eigenschaften kennzeichnen; beispielsweise A steht für antistatisches Verhalten, WR für Wasserresistenz. Für ein sicheres Arbeiten sind auch Passformen, Schuhweite oder auch ein Branchenschlüssel wichtig. Um die Suche zu vereinfachen, erweist sich neben Grundlageninformationen ein Beratertool zur einfacheren Auswahl der richtigen Sicherheitsschuhe als nützlich.

Schutzkleidung steht in Relation zum Gefahrenpotenzial

Sicherheitsschuhe fallen in den gesetzlich geregelten Bereich der Schutzkleidung. Ebenfalls in diese Kategorie gehören etwa Helme und Schutzbrillen, Atemmasken oder auch komplette Schutzanzüge. Welche Art von Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden muss, hängt selbstverständlich von den konkreten Anforderungen im Job ab. Insofern ist auch jeder Arbeitgeber in Deutschland in der Pflicht, eine Gefährdungsbeurteilung in seinem Unternehmen durchzuführen. Ebenfalls gut zu wissen: Je nach Gefahrenpotenzial am Arbeitsplatz muss der Arbeitgeber bisweilen zur Übernahme der Kosten für die Sicherheitsschuhe aufkommen. Dabei wird in den meisten Fällen jedoch nur ein Mindestmaß der Anforderungen berücksichtigt.

Achtsamkeit und die richtigen Sicherheitsschuhe im Herbst

Insbesondere im Herbst ist ein sicherer Stand für diejenigen, die draußen arbeiten, nicht mehr selbstverständlich. Dabei helfen vor allem zwei Dinge: Die richtigen Sicherheitsschuhe und eine erhöhte Aufmerksamkeit. Das unterschätzte Risiko von Laub oder auch generell nassem Untergrund derzeit sorgt statistisch betrachtet zu mehr Arbeitsunfällen. Deshalb – und auch wenn es albern klingt: Warnen Sie Ihre Mitarbeiter lieber davor, etwa von Trittleitern zu springen oder darauf zu vertrauen, dass sich keine Stolperfallen unter dem Laub verstecken.

Gewissenhafte Arbeit braucht vor allen Dingen eines: Seine gewisse Zeit. Typische Fehler, die aus einer „schnell noch fertig machen“-Attitüde resultieren, können dabei verheerende Folgen haben. Diese Tipps zur aktuellen Jahreszeit und Gartenarbeit gelten daher nicht nur für die stürmische Jahreszeit:

Leitern brauchen immer einen sicheren Stand. Ungeachtet davon gilt aber auch grundsätzlich, die letzten drei Stufen nicht zu nutzen: Viel zu leicht gerät eine Leiter in Schieflage. Je nach konkreter Anforderung können zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, etwa Spannbänder oder spezielle Leitern, etwa für Baumarbeiten. Nicht zu vergessen sind in luftigen Höhen wiederum die Sicherheitsschuhe, die für einen festen und rutschsicheren Stand auf den Sprossen selbst sorgen.

Womit wir wieder beim Thema Kleidung sind: Sollen Pflanzen wie Hecken, Büsche und Bäume gestutzt werden, sind Schutzhandschuhe, Schnittschutzhose und die richtigen Sicherheitsschuhe unverzichtbar. Gerade das feste Schuhwerk bewährt sich vielerlei Hinsicht, beispielsweise wenn der Rasenmäher Steine oder Äste erwischt, und diese weggeschleudert werden.


*Weitere Hinweise zum Thema, wie die Rechtslage bei hohen oder niedrigen Temperaturverhältnissen am Arbeitsplatz ist, finden Sie im Rechtstipp-Beitrag Hitzefrei im Job.

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