Arbeitskleidung: Rechte und Pflichten?

Sicherheit ist Chefsache! Darauf sei, anlässlich des 40-jährigen Bestehens des deutschen Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG), noch einmal nachdrücklich hingewiesen. Das gilt in vielen Fällen auch, wenn es um die richtige Arbeitskleidung geht.

Anschaffung: Pflichten per Gesetz klar definiert

Arbeitskleidung, arbeitsschutz, Arbeitssicherheit im Handwerk
Beim Thema Arbeitskleidung kommen sowohl auf den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer Pflichten zu (Bild: Petra Bork / pixelio.de).

Aber eben nicht in allen. In Deutschland regeln ganz spezielle Gesetze, wer wann in puncto Beschaffung der richtigen Arbeitskleidung in die Pflicht genommen werden muss. Und welche Kosten bei Nichteinhaltung auf einen zukommen können.

Als Beispiel das Thema Sicherheitsschuhe. Hier sind die Formulierungen klar. Dem Arbeitsschutzgesetz zufolge, ist jeder Arbeitgeber in Deutschland dazu verpflichtet in seinem Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Dabei geht es nicht lediglich darum, Art und Umfang von Gefährdungen festzustellen, sondern darüber hinaus zu ermitteln, ob diese Gefährdungen begrenzt werden können – etwa durch das Tragen von Sicherheitsschuhen. Sollte das der Fall sein, so hat der Arbeitgeber die Pflicht, diese Schuhe bereitzustellen, das heißt die Kosten für die Anschaffung eben solcher zu tragen.

Aber auch der Arbeitnehmer hat Pflichten. Dies ist gerade dann der Fall, wenn mit seinem Arbeitgeber ausmacht, Schuhe und weitere für seine Tätigkeit erforderlichen Berufsbekleidungen eigenverantwortlich zu beschaffen. Dann steht er in der Pflicht zu prüfen, ob die von ihm gekaufte Ausrüstungen den jeweiligen Sicherheitsanforderungen seines Arbeitsplatzes entsprechen. Die Kosten allerdings müssen weiterhin vom Arbeitgeber übernommen werden.

Am falschen Ende sparen kann teuer werden – für beide Seiten!

Bei Nichteinhaltung beziehungsweise Sparen am falschen Ende kann es teuer werden, und zwar für beide Seiten. Sofern erst genanntes zutrifft, hat Arbeitgeber ernsthafte und kostenintensive zivilrechtliche, arbeitsrechtliche, ordnungswidrigkeitsrechtliche und auch strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten. Dem Arbeitnehmer wiederum droht die Kündigung, sollte er mehrmals auf das Tragen seiner Arbeitskleidung verzichten. Im Schadensfall riskiert er sogar den Versicherungsschutz.


Alles vermeidbar – gerade im Zeitalter des Internets. Denn Arbeitgeber, aber auch deren Sicherheitsbeauftragte und der Arbeitnehmer selbst, könnnen Sicherheitsausrüstungen jeglicher Art ganz einfach im online bestellen. Darüber hinaus finden sich im Netz eine Menge Informationen rund um das Thema die richtige Arbeitskleidung. Interessierte sich unter anderem über die technischen Details der Schuhe, Westen und Handschuhe informieren und somit sicher gehen, dass die von ihnen bestellte Ausrüstung auch den spezifischen beziehungsweise gesetzlichen Anforderungen am Arbeitsplatz entspricht.

HCC Redaktion

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