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Psyche / Studien

Immer erreichbar? Immer gestresst!

Modern, flexibel und vor allem immer erreichbar muss der Arbeitnehmer von heute sein. Gestresst darf er aber dadurch nicht sein! Schließlich wird Burnout am Arbeitsplatz nicht gerne gesehen. Aber wie es so ist mit dem Anspruch und der Wirklichkeit. Dazwischen klafft oft eine riesen Lücke, wie das Beispiel telefonische Erreichbarkeit zeigt. Im schlimmsten Fall hat das Konsequenzen weit über unseren Arbeitsplatz hinaus.

Familie oder Beruf?

Smartphone-App, Handy-App, iPhone, immer erreichbar

Dank Smartphones immer erreichbar – und immer gestresst. (Bild: Viktor Hanacek / picjumbo.com)

Immer erreichbar – so sieht dank Telefon, E-Mails, Social Media & Co. für viele Angestellte und Chefs die Arbeitswelt von heute aus. Doch zum richtig großen Problem wird das, sobald man keine Grenzen mehr zwischen Familie und Beruf mehr zieht. Denn zunehmende Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben können zu Erschöpfungszuständen führen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Initiative Gesundheit & Arbeit (iga). Familie oder Beruf, lautet die Frage, die sich viele dann stellen.

Immer erreichbar: jeden dritten belastet dies

Im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage unter rund 2.000 Erwerbstätigen in Deutschland hat die iga Auswirkungen beruflicher Flexibilität auf Familie und Gesundheit ermittelt. Dabei zeigte sich: fast zwei Drittel (65 Prozent) der Beschäftigten leisten regelmäßig Überstunden. Von mehr als jedem fünften (22 Prozent) der Befragten werde erwartet, dass sie auch im Privatleben für dienstliche Aufgaben zur Verfügung stünden. Jeden dritten Betroffenen belaste dies.

Treffen Sie klare Absprachen

Die Studie fördert dabei erschreckende Auffälligkeiten zu Tage. So treten Erschöpfungszustände besonders oft bei jenen Beschäftigten auf, die auch in ihrer Freizeit für ihren Job verfügbar sind. Dabei ist nicht immer der Chef schuld. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen mit ihrem Arbeitgeber keine klaren Absprachen, wann und wie sie erreichbar sein sollen. Vermutlich wegen Angst um den Arbeitsplatz. Dabei sind die meisten Unternehmen auf ihre Mitarbeiter angewiese und durch eben solche Absprachen ließen sich Konflikte von vorne herein vermeiden und das Abschalten fällt leichter.

Auch Zeitpuffer können helfen

Denn Probleme, Job und Privates im Einklang zu bringen, treten besonders oft bei Beschäftigten auf, die während ihrer Arbeitszeit keine Lücken für Pausen haben. Daher sollten sie sich Zeitpuffer schaffen. Zum Beispiel durch das Ausschalten Ihres Handys!

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