Nanopartikel: Neue Erkenntnisse für den Arbeitsschutz

Bei der Überprüfung der Gesundheitsgefahren von Nanomaterialien ist generell keine gesonderte Gefährdungsbeurteilung jedes modifizierten Materials notwendig. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM).

Nanopartikel: Nicht immer schädlich

Die Studie untersuchte vergleichend die Wirkung von an der Oberfläche modifizierten Nanopartikeln. Die Experten untersuchten in Experimenten verschiedene Standardformen des Nanomaterials Titandioxid und verglichen die Ergebnisse miteinander. Die Ergebnisse hat die BAuA jetzt mit dem englischsprachigen Forschungsbericht „Toxic Effects of Various Modifications of a Nanoparticle Following Inhalation“ (dt.: Toxische Wirkungen verschiedener Modifikationen eines Nanopartikels nach Inhalation) veröffentlicht. Die Resultate zeigen, dass die Oberflächenmodifikation eines Nanomaterials nicht immer einen bedeutenden Einfluss auf die Schädlichkeit des Stoffes nach dem Einatmen hat. Ein weiteres Resultat ist, dass die eingeatmeten Partikel nur in geringsten Mengen in Lungengewebszellen aufgenommen wurden.

Entlastung für den Arbeitsschutz

Dies zeigt, dass Nanopartikel Zellmembranen nicht grundsätzlich leicht durchwandern, was eine verbreitete Sorge ist. Somit stellen sie nicht in dem Ausmaß Gesundheitsgefahren durch eine Aufnahme in den Körper dar, wie bisher angenommen. Für den Arbeitsschutz bedeuten die Ergebnisse ebenfalls eine Entlastung in der Praxis, da die gesundheitliche Relevanz der Oberflächenmodifikation von Nanomaterialien nun besser einzuordnen ist.

(Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)


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