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Arbeitsplatzgestaltung / Management

Smartphones & Co.: Von Handy-Nacken und Mausarmen

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Das gilt vor allem für einige der bahnbrechendsten Erfindungen unserer Zeit, den Smartphones, Computern und Tablet PCs. Über die potenziellen – und teils kuriosen – Folgeschäden für unsere Psyche haben wir in der Vergangenheit bereits des Öfteren berichtet. Gesundheitsexperten vom TÜV Rheinland warnen davor auch die körperlichen Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Sie möchten verhindern, dass eine zunehmende Zahl von Arbeitnehmern unter „Handy-Nacken“ und „Mausarmen“ leidet.

Schmerzen treten erst später auf

Smartphone-App, Handy-App, iPhone

Das Starren auf Smartphones birgt das ein oder andere Risiko. (Bild: Viktor Hanacek / picjumbo.com)

Langes Sitzen, angestrengter Blick auf den Computerbildschirm und wenig Bewegung. Für viele Berufstätige trauriger Alltag. Neben dem Rücken werden bei der PC-Arbeit auch Arme und Hände hohen Belastungen ausgesetzt. „Monotone Bewegungsabläufe wie Tasten- oder Mausklicks sind für die Entstehung eines sogenannten Mausarms verantwortlich. Erste Anzeichen sind Kraftverlust und Missempfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in dem betroffenen Arm beziehungsweise in der betroffenen Hand. Schmerzen treten erst später auf“, erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland.

Regelmäßige Pausen beim Tippen und Klicken und ein häufiger Wechsel zwischen Maus und Tastatur sind beste Vorbeugungen gegen einen Mausarm. Helfen können auch spezielle Handauflagen und Dehnübungen, beispielsweise den Arm ausstrecken, die Hand locker lassen und sie mit der anderen zum Körper ziehen.

Vom Schlafmangel und „SMS-Daumen“

Auch das Schauen auf Smartphones birgt Gesundheitsrisiken. So ist dieses Ursache für einen Schlafmangel der besonderen Art. Zudem blicken Menschen häufig mit gesenktem Kopf auf das Display. Diese gesundheitsschädliche Kopfhaltung führt auf Dauer zu einer verstärkten Belastung der Muskulatur im Nacken und zu Kopf- und Nackenschmerzen. „Um den sogenannten »Handy-Nacken« zu vermeiden, sollte der Nutzer das Telefon höher halten, damit der Hals aufrecht bleibt oder für umfangreichere Erledigungen den PC nutzen“, empfiehlt Dr. Wiete Schramm. Ein weiteres Leiden, verursacht durch moderne Technik, ist der „SMS-Daumen“. Er entsteht durch die Bewegungen beim Schreiben von Nachrichten auf der Handy-Tastatur. Das belastet die Sehnen im Daumengelenk, sodass es zu Verspannungen in der Hand und zu Sehnenscheidenentzündungen kommen kann. Hier hilft lediglich: öfter anrufen, anstatt eine Nachricht zu tippen.

TÜV empfiehlt Arbeitsbedingungen beurteilen zu lassen

Gesundheit ist Chefsache! So weit, so bekannt. Und genau deshalb gibt es für Arbeitgeber die Möglichkeit, sich von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen beraten zu lassen, „ … um mögliche Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten festzustellen“, so Dr. Wiete Schramm. Dies ist eine grundlegende Aufgabe des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

(cs mit Informationsmaterial vom TÜV Rheinland)

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