DGK: Hohe Qualität bei der Versorgung mit Herzschrittmachern und Defibrillatoren

Profi-Defibrillator mit Monitor

Wer in Deutschland mit einem Herzschrittmacher versorgt beziehungsweise mit einem Defibrillator behandelt wird, kann davon ausgehen, dass dies nach höchsten Qualitätsstandardserfolgt. Das zeigen laut Deutscher Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) die Ergebnisse der externen stationären Qualitätssicherung für diese Geräte.

Profi-Defibrillator mit Monitor
Defibrillator mit Monitor (Bild: Hborkyb / commons.wikimedia.org)

Das betrifft eine ständig steigende Zahl von Menschen, denn immer mehr herzkranke Patienten erhalten heute implantierbare „Devices“. Diese Eingriffe unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle. Die Beteiligung an einem Verfahren zur Qualitätssicherung ist mittlerweile verpflichtend für Zentren, die solche Geräte implantieren. Die Einhaltung der Qualitätsstandards überwacht das AQUA – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen.

Insbesondere kleinere Krankenhäuser fallen negativ auf

Allerdings entsprachen nicht alle Zentren den von AQUA eingeforderten Qualitätskriterien. Das kann, so Prof. Nowak vom Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) aus Frankfurt am Main, eine Reihe von Gründen haben: „Manchmal kann das einfach eine unglückliche Konstellation sein. Das trifft besonders auf kleinere Häuser zu. Wenn ein Krankenhaus im Jahr nur zehn Herzschrittmacher einsetzt und mit einem davon geht etwas schief, wird das Haus mit einer Fehlerrate von zehn Prozent als problematisch auffällig. Ereignet sich dieser Fall in einem großen Zentrum, wo hunderte Patienten Herzschrittmacher erhalten, fällt er statistisch kaum ins Gewicht.“

Deshalb wird mit Zentren, die in der Auswertung des AQUA nicht so gut abschneiden, zunächst das Gespräch gesucht. „Man sieht sich die Fälle gemeinsam an. Dabei kann sich herausstellen, dass die entstandenen Komplikationen nicht auf ärztliches Fehlverhalten zurückzuführen sind, sondern ihren Ursprung zum Beispiel in einer besonders komplexen Erkrankung haben“, so Prof. Nowak. „Selbst wenn suboptimal gearbeitet wurde, versucht man, gemeinsam mit dem Zentrum Lösungen zu finden und zur Verbesserung der Qualität beizutragen.“


Lesen Sie auf Seite 2: Manchmal trifft man auf Beratungsresistenz.

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