Schleichend und unterschwellig: Mobbing am Arbeitsplatz

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Beweisführung gestaltet sich schwierig

Ergänzend empfiehlt sie Betroffenen, die Vorfälle in einem Mobbing-Tagebuch zu dokumentieren und – wenn möglich – Zeugen zu finden. Auch Schriftstücke wie E-Mails sollten aufbewahrt oder ausgedruckt werden. Trotzdem sei es nur selten möglich, rechtlich gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorzugehen, da die Beweisführung schwierig ist. Viele Betroffene wechseln daher den Arbeitsplatz und fangen in einem anderen Unternehmen neu an.

Hohe Kosten für das Unternehmen

Durch den Verlust von Mitarbeitern, aber auch durch die teilweise sehr langen krankheitsbedingten Ausfallzeiten von Mobbingopfern entstehen in Unternehmen oft auch hohe Kosten. Stress, Arbeitsüberlastung und Unsicherheit im Hinblick auf den eigenen Arbeitsplatz können Mobbing begünstigen. Opfer und Täter gibt es dabei auf allen Hierarchieebenen. Gute Erfahrungen hat die Beraterin von TÜV Rheinland mit einer offenen Kommunikationskultur im Unternehmen gemacht. Sie kann viel dazu beitragen, Konflikte schon zu Beginn anzusprechen, sodass sie gar nicht mehr bis hin zum Mobbing eskalieren können.

Aktiv gegen Mobbing vorgehen

Ebenso richtungsweisend ist es, wie Unternehmen mit Mobbingfällen umgehen. Werden diese totgeschwiegen oder stillschweigend geduldet, kann dies dazu führen, dass Mobbing immer wieder auftritt und eine hohe Mitarbeiterfluktuation verursacht. Arbeitgeber und Führungskräfte sollten daher klare Signale setzen, dass Mobbing nicht geduldet wird. Dazu gehört auch, bei entsprechenden Vorkommnissen die Gründe zu erforschen und daraus Strategien zur Prävention abzuleiten. „Je nach Ausgangslage kann es sich dabei zum Beispiel um Seminare zur Prävention und Stressbewältigung, die Förderung der Konfliktlösungskompetenz oder Maßnahmen zur aktiven Teamentwicklung handeln. Denn für ein gutes Arbeitsklima ist ein fairer und respektvoller Umgang miteinander eine wichtige Voraussetzung“, so Wegener-Tieben.

(TÜV Rheinland)

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