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Management / Unternehmen

Vom Krisenmanager zum Innovator – Wie sich das Berufsbild der Interimsmanager verändert

Sie sind längst mehr als die „Retter in der Not“ für Unternehmen: Interimsmanager. Die meist männlichen Manager auf Zeit kommen dann zum Einsatz, wenn grundlegende Umwälzungen innerhalb Unternehmen anstehen. Doch die Gründe für Interimsmanagement Mandate umfassen viel mehr nur Changemanagement. Denn das Berufsbild der Interimsmanager transformiert sich auch in Deutschland in den letzten Jahren. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, was Interimsmanager grundlegend kennzeichnet und wie Ihr Unternehmen den passgenauen Interimsmanager finden kann.

Interimsmanager: Was sich hinter dem Berufsbild verbirgt

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Mehr als die „Retter in der Not“: Interimsmanager kommen nicht nur zum Einsatz, wenn grundlegende Veränderungen in Unternehmen anstehen. (Bild: © rawpixel | pixabay.com)

Nicht bloß ein Chef auf Abruf: zu den allgemeinen Kennzeichen eines Interimsmanagers zählen etwa

  • Er ist ein professioneller Manager.
  • Er arbeitet in der Regel selbstständig und unabhängig.
  • Er verfügt über eine mehrjährige Führungs- und Leitungserfahrung.
  • Er besitzt fundiertes Fachwissen und hochqualifizierte Fähigkeiten.
  • Er stellt dieses umfassende Know-how für eine begrenzte Zeit an Unternehmen bereit.
  • Er arbeitet ergebnisorientiert, strategisch und überzeugend.

Denn anders als Unternehmensberater geben sie nicht bloße Empfehlungen. Sie übernehmen auch unternehmerische Verantwortung für ihre Entscheidungen. Die Gründe für den Einsatz von Interimsmanagern reichen dabei vom klassischen Changemanagement, Krisenmanagement, der Umsetzung bedeutender Projekte wie einem Standortwechsel oder einer Produkteinführung sowie der Überbrückung zeitlich begrenzter Abwesenheiten.

Der Wandel vom „Retter in der Not“ zum innovativen Trendberuf

Interimsmanagement hat sich darüber hinaus in den letzten Jahren zu einem mehr und mehr wachsenden Markt entwickelt. In Zahlen ausgedrückt, stieg die Zahl der aktiven Manager auf Zeit in Führungspositionen von 6.200 im Jahr 2013 auf rund 9.500 im Jahr 2018, wie die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM), die führende Branchenvertretung für professionelles Interimsmanagement in Deutschland, bestätigt. Dieser Anstieg liegt nach Einschätzung der DDIM auch am digitalen Wandel. Denn Interimsmanagement ist nicht nur in Branchen wie Maschinenbau oder Automotive unentbehrlich geworden. Vielmehr gibt es mehr und mehr Mandate auch in den Bereichen Agiles Unternehmensmanagement, Industrie 4.0, Big Data und Geschäftsprozessoptimierung. Das transformiert das Berufsbild des Interimsmanager längst vom Krisenmanager zum Innovator für verschiedenste Branchen.

Wie Unternehmen passgenaue Interimsmanager finden können

Entwicklungen gab es daneben im Kontext der Vermittlungsmethoden. Denn zuvor basierten die gängigen Methoden der anfänglichen Interimsmanager-Provider noch auf den Kontakten des mühsam aufgebauten, unternehmensinternen Netzwerks. Dadurch konnte nur ein begrenzter Pool von fachkundigen Managern auf Zeit erreicht werden. Zugleich musste deren Expertise zusätzlich überprüft werden. Gegensätzlich dazu haben sich seit einigen Jahren eine Vielzahl von spezialisierten Onlineportalen etabliert. Darin können sich Unternehmen heutzutage auf simple Art, zuverlässig und gegebenenfalls anonym mit umfassend akkreditierten Interimsmanagern vernetzen, um einen passgenauen Innovator zu finden.

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