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1. HCC-Akademie: Schweinehundstrategie – Interview mit Björn Sörensen

Das erste HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinar wird Ihnen in der kommenden Woche einen Überblick über die wichtigsten Themen des betrieblichen Gesundheitsmanagements liefern. Am 17. April referieren sieben hochkarätige Experten aus Bereichen Markt, Management, Ausbildung, Ernährung, Bewegung, Psyche und Arbeitsplatz. Im Vorfeld des Webinars haben wir mit den Referenten Interviews geführt, um Ihnen schon vorab einen kleinen Einblick in die jeweiligen Schwerpunkte gewähren zu können.

Björn Sörensen, Sportwissenschaftler M.A., Standortleitung der Agentur meisterleistung Gesundheitsmanagement Kiel, wird im 1. HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinar über das Thema “BEWEGUNG: Bewegungskonzepte im (Arbeits‐) Alltag – Die Schweinehundstrategie” sprechen.

Herr Sörensen, bitte stellen Sie sich und Ihre Arbeit kurz vor!

1. HCC-Akademie: Schweinehundstrategie - Interview mit Björn Sörensen

Bild: Björn Sörensen

Mein Name ist Björn Sörensen, ich bin 27 Jahre alt und habe im Februar 2011 mein Studium der Sportwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgeschlossen. Meine Magisterarbeit fertigte ich im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung mit dem Thema: “Betriebliche Gesundheitsförderung aus nationaler Perspektive. Begriffe, Organisation, Rechtsgrundlagen.” an. Seit Oktober 2010 leite ich den Standort der Agentur meisterleistung Gesundheitsmanagement in Kiel. Ich bin gebürtiger Norddeutscher und somit zog es mich nach meinem Praktikum bei der Daimler AG in Sindelfingen und der Möglichkeit der Standortleitung der meisterleistung im Norden wieder zurück an die Ostsee.

Wir sind eine Beratungs- und Dienstleistungsagentur und betreuen sowohl Klein- und Mittelständige Unternehmen als auch Global Player zu allen Fragen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Wie arbeiten Sie mit den Unternehmen zusammen und welche Konzepte verfolgen Sie?

Wir sind der Überzeugung, dass unternehmerischer Erfolg immer auf der Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters basiert. Gesundheit, Wohlbefinden und Zufriedenheit sind die Schlüssel für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Daher fördern wir durch die gemeinsame Wahrnehmung und Definition der gesundheitlichen Herausforderungen die Schaffenskraft der Mitarbeiter. Unsere Lösungen greifen auf aktuellste wissenschaftliche Modelle der Gesundheit und Gesundheitsförderung zurück. Im Sinne eines Anforderung- Ressourcenansatzes arbeiten wir sowohl verhältnis- als auch verhaltensorientiert und nehmen dabei den Ressourcenbegriff in seinem gesamten Bedeutungsumfang wahr. Unsere Expertenanalysen helfen somit jedem Unternehmen, unabhängig von der Größe, die individuelle Ausgangslage richtig einzuschätzen. Die wesentliche Richtlinie unseres Handelns besteht im individuellen Zuschnitt der Maßnahmen auf die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter, um gemeinsam gesundheitliche Herausforderungen zu meistern.

Welche Rolle spielt Bewegung im Rahmen von betrieblichem Gesundheitsmanagement?

Bewegung zählt neben dem Stress- und Entspannungsmanagement, der Ernährung und in unserem Konzept, dem sogenannten “Hindernismanagement”, zu den wichtigen Stützen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Unser (Arbeits-)Alltag hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von der Bewegung distanziert. Wenn man sich beispielsweise die Schrittzahlenentwicklung der letzten 50 Jahre anschaut wird deutlich, dass unser Körper einen Rückgang der Schrittzahl von durchschnittlich 10.000 Schritten pro Tag verkraften muss. Im Schnitt liegen wir aktuell bei 2000-5000 Schritten an einem Tag. Unser Körper benötigt jedoch deutlich mehr Bewegung, sodass dieses Thema eine extrem wichtige Rolle im Rahmen vom betrieblichen Gesundheitsmanagement einnimmt. Entscheidend ist die Herangehensweise und die Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen.

Wo liegen häufig die Probleme der Umsetzung von Bewegungskonzepten im Berufsalltag?

Das häufigste Problem bei der Umsetzung von Bewegungsmaßnahmen in Unternehmen sind Konzepte, bei denen die Mitarbeiter an einer Aktivmaßnahmen teilnehmen bspw. Nordic Walking, Rückenschule etc., ohne für das Thema sensibilisiert zu werden. In der Regel melden sich für solche Aktivmaßnahmen letztlich nur die Mitarbeiter an, die ohnehin schon in der Freizeit aktiv sind und einen Eigenantrieb zur Bewegung haben. Ziel von Bewegungskonzepten in Unternehmen sollte es sein, auch die Mitarbeiter mit Bewegungsmaßnahmen abzuholen und anzusprechen, die einen geringen Eigenantrieb haben. Somit sollten die Maßnahmen nicht nur eine reine Aktivierung darstellen, sondern auch immer eine Sensibilisierung zu dem Thema beinhalten und für die Teilnehmer individuell anzupassen sein. Es ist wichtig, dass das Ziel für jeden Teilnehmer in einer Bewegungsmaßnahme individuell formuliert wird.

Wie stark ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Bewegung in den Betrieben bereits ausgeprägt?

Das Bewusstsein für Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement nimmt in den Unternehmen zu. Allerdings sollten sich die Unternehmer von dem Gedanken lösen, dass für Bewegungskonzepte allein die Kooperation mit Fitnessstudios ausreicht oder Einzelmaßnahmen zielführend sind. Ein erster wichtiger Schritt zu mehr Bewegung für alle Mitarbeiter ist die aktive Gestaltung des Alltags. Fahrrad statt Auto, Treppe statt Aufzug, Spaziergang statt Sofa! Dafür kann das Unternehmen mit Kampagnen sensibilisieren und daran lassen sich dann ganzheitliche Konzepte anschließen.

Was erwartet die Teilnehmer des 1. HUMAN CAPITAL CARE Akademie Webinars bei Ihnen?

Das Webinar ist eine tolle Möglichkeiten für Entscheider, Personaler oder Interessierte in Unternehmen, einen Gesamtüberblick zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu erhalten. Die wesentlichen Themen werden dabei abgedeckt! Ich hoffe, dass sich eine solche Netzwerkarbeit installiert und somit weitere Unternehmen in dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements aktiv werden und den Mehrwert eines solchen Managementsystems erkennen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zur Veranstaltung im HCC-Kalender

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