DGUV & HIS informieren über Entwicklungen im Arbeitsschutz

Die HIS-Hochschulentwicklung im DZHW informiert seit 1989 kontinuierlich vier Mal jährlich im HIS:Mitteilungsblatt über aktuelle Entwicklungen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz in Hochschulen. Das Mitteilungsblatt liefert Berichte zu erprobten und innovativen Erfahrungen aus der Praxis und bezieht Position zu virulenten Fragestellungen.

Neue Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Helmpflicht Maßnahme Arbeitsschutz
(Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Die GUV-SR 2005 „Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz“ konkretisierte die einschlägigen Regelwerke für die Belange der Hochschulen im Umgang mit Gefahrstoffen im Hochschulbereich. Seit 1998 hat das deutsche Gefahrstoffrecht grundlegende Neuerungen erfahren. Auch haben sich die strukturellen und politischen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) massiv verändert – eine Anpassung der „alten“ SR 2005 war dringend erforderlich. Die rein inhaltliche Arbeit zur Neugestaltung erfolgte in einer Projektgruppe und ist jetzt abgeschlossen. Die neue GUV-I 8666 könnte bald in Druck gehen. Eine PDF-Version* ist bereits jetzt auf den Internetseiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) abgelegt.

Integration in den Hochschulbetrieb optimieren

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird die DGUV Vorschrift 2 umsetzen. Das Rektorat hat die Bedeutung des Vorhabens unterstrichen und die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und den externen Betriebsarzt aufgefordert und ermutigt, den erforderlichen, strukturierenden Blick auf die eigene Arbeit zu werfen. Als erster Erfolg ist bereits festzuhalten, dass gemeinsam mit der Unfallkasse Sachsen-Anhalt die Festlegung der Parameter für die Einsatzzeitenberechnung zur Grundbetreuung abgeschlossen ist.

Die Berliner Hochschulleitungen der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität wollen in einem Projekt mit der Unfallkasse Berlin die spezifischen Prozesse im Arbeits- und Gesundheitsschutz analysieren, um dann eine bessere Integration in den universitären Betrieb erreichen. In dem Workshop-orientierten Verfahren wird auch der Erfahrungsaustausch mit anderen, nicht universitären Einrichtungen einbezogen. Erste interessante Ergebnisse wurden bereits im September in einem hochschulübergreifenden Erfahrungs- und Ergebnisaustausch vorgestellt.

(Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung)

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* Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV): „Tätigkeiten mit Gefahrstoffen in Hochschulen“ (PDF)

HCC Redaktion

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