Lünendonk®-Branchendossier Healthcare 2020 – Status quo und Herausforderungen für B2B-Dienstleister in Deutschland

Deutschland lässt sich sein Gesundheitssystem einiges kosten. Etwa 287 Milliarden Euro werden hierfür pro Jahr ausgegeben (2010). Dennoch ist die Bundesrepublik Deutschland in diesem Jahr beim Euro Health Consumer Index (EHCI) vom sechsten auf den vierzehnten Rang abgerutscht; sie liegt damit auf dem gleichen Niveau wie Irland und Tschechien. Zwar erweist sich vieles als gut, wie beispielsweise die medizinisch-technische Ausstattung. Aber sowohl in der organisatorischen Gestaltung des Systems als auch bei der administrativ-medizinischen Ausstattung sind Optimierungen notwendig. Zukunftsorientierte Neuerungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) können die Effizienz des Gesundheitssektors wesentlich erhöhen. Diese sorgen für den optimalen Einsatz knapper und kostenintensiver menschlicher und technischer Ressourcen.

Quelle: Lünendonk

Wie die medizinische Versorgung der Zukunft aussieht und welchen Beitrag moderne ICT-Technologien leisten, um das Gesundheitssystem effizienter, transparenter und benutzerfreundlicher zu gestalten, hat die Lünendonk GmbH zum Thema ihres aktuellen Branchendossiers „Healthcare 2020 – Status quo und Herausforderungen für B2B-Dienstleister in Deutschland“ gemacht. Es zeigt sowohl Konzepte führender Beratungshäuser als auch neue und bewährte Informations-, Software- und Service-Lösungen von B2B-Unternehmen auf, die für mehr, bessere und bezahlbare Healthcare-Qualität zur Verfügung stehen. Das Dossier ist ab sofort kostenlos unter www.luenendonk.de erhältlich.

Mehr Versorgung mit weniger Mitteleinsatz durch ICT

Das deutsche Gesundheitssystem weist etliche immanente Schwächen auf und die in den nächsten Jahren zu schulternden Lasten sind hoch. Schätzungen des RWI Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung sehen bis 2030 eine Finanzlücke von über 90 Milliarden Euro. Neue und zusätzliche Strategien zur Effizienzverbesserung des Gesundheitssystems sind daher erforderlich.

„Es muss mehr Versorgung mit weniger Mitteleinsatz erreicht werden, denn eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis stößt langfristig an Demografie- und Leistungsbereitschaftsgrenzen“, stellt Thomas Lünendonk, Senior Advisor der Lünendonk GmbH und Autor des Branchendossiers, fest. „Eine bessere Leistungssteuerung und mehr Effizienz bei den einzusetzenden Ressourcen sind erforderlich. Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist hier ein wirksames Mittel – wie das Beispiel anderer Wirtschaftsbereiche eindeutig zeigt.“

Institutions- und sektorenübergreifende Informationen

Der höchste Stellenwert im Gesundheitssystem der Zukunft wird den administrativen Daten und Gesundheitsdaten zukommen, die institutions- und sektorenübergreifend zur genaueren Information der Mediziner, der besseren Versorgung der Patienten und der effizienteren Steuerung der Ressourcen des gesamten Systems ausgetauscht werden. Die medizintechnische Ausstattung sowie moderne Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) werden dabei die Rolle des neuen Rückgrats der Branche einnehmen und so die Effizienz der integrierten Versorgung steigern. Das heißt: zum einen ermöglicht die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie die Vernetzung des Gesamtsystems. Zum anderen unterstützt der Einsatz von Medizin-Technologien ärztliche und pflegerische Leistungen.

Vier Themenkomplexe für grundlegende Umgestaltung

Insgesamt vier Themenkomplexe hat das Kaufbeurer Marktforschungsunternehmen Lünendonk identifiziert, an denen für eine grundlegende Umgestaltung und erfolgreiche Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems gearbeitet werden muss. Dazu gehört das integrierte ICT-gestützte Gesamtsystem für das Gesundheitsmanagement, das elektronische Patientenakten mit neuen Methoden der Arzt-Patienten-Kommunikation, mit verbessertem Versorgungsmanagement bei gleitenden Übergängen zwischen ambulantem und stationärem Bereich sowie häuslicher, fernbetreuter Pflege verbindet. Technische Komponenten bei der Entwicklung dieser integrierten Systeme werden insbesondere neue Benutzerschnittstellen für Ärzte und Patienten bilden, die den Zugriff auf Gesundheitsdaten und Analysewerkzeuge vereinfachen. Aber auch Stimmerkennung und Sprachverarbeitung zur unmittelbaren Digitalisierung sowie die Speicherung von Gesundheitsdaten spielen eine Rolle.

Weitere für die bezahlbare Zukunft des Gesundheitssystems ermittelte Themen sind die Verlagerung medizinisch notwendiger Behandlungen aus dem stationären Klinikbereich zu ambulanten und häuslichen Behandlungen. Dies geschieht mit Hilfe von Telemedizin, Fernbetreuungskonzepten und mobiler Gesundheitstechnik sowie einer Stärkung der Rolle des Patienten als Verantwortlicher für seine eigene Gesundheit durch Einsatz elektronischer Informationssysteme. Darüber hinaus könnte die bessere Nutzung des Potenzials von prädiktiver Analytik für Früherkennung und Vorsorge eine Verbesserung von Behandlungsstrategien sowie einen wesentlich effektiveren Einsatz von Ressourcen nach sich ziehen.

Wirksamkeit von Healthcare setzt Veränderungen voraus

Letztendlich hängt der Erfolg künftiger Gesundheitskonzepte aber ab von der Veränderungsbereitschaft und Kreativität der Menschen, vom Willen aller Beteiligten, echte marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, vom Mut, an bestehenden Strukturen Veränderungen vorzunehmen, und von der Aufgeschlossenheit für die Vorteile, die neue technologische Konzepte bieten. Dass „Healthcare“ heute und in den kommenden Jahren immer besser und wirksamer funktionieren kann und muss und sich durchaus finanzieren lässt, ist eine wesentliche Aussage des Branchendossiers.

Das neue, knapp 100-seitige Branchendossier „Healthcare 2020 – Status quo und Herausforderungen für B2B-Dienstleister in Deutschland“ der Lünendonk GmbH entstand in Zusammenarbeit mit den Beratungs- und B2B-Unternehmen Agfa HealthCare, Booz & Company, InterSystems, kliniken.de, Kienbaum und Deutsche Telekom AG.

Die Lünendonk®-Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zu den „Strategic Transformation Services“ (STS). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Data Research“ (SDR) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Direkt zum kostenfreien Download des Branchendossiers in den Lünendonk-Shop

Quelle: Lünendonk

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

Empfohlene Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.