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Empfehlung / Management

Nachfolge: Wie misst man den „Wert“ seines Unternehmens?

(Herz-) Blut, Schweiß und Tränen. Das sind die wahren Ressourcen, die Unternehmer in ihren Betrieb stecken. Solche Menschen wissen, dass der wahre Wert ihres Unternehmens, ihres Lebenswerkes, nicht mit Geld zu beziffern ist. Es ist allerdings schon einmal ein guter Anfang für einen der wichtigen Schritt, der eines Tages auf einen jeden Unternehmer zukommt.

Unternehmensnachfolge: Kaum einer ist darauf vorbereitet

Gebaeude eines Unternehmens beziehungsweise mehrere Unternehmen

Wie sorge ich für die erfolgreiche Weiterentwicklung meines Unternehmens? (Bild: Redd Angelo / unsplash.com)

Es ist eine der unsangenehmsten – aber auch eine der wichtigsten – Fragen, die sich ein Unternehmer zu stellen hat: „Wie garantiere ich eine positive Weiterentwicklung meines Unternehmens, für den Fall, dass »ich einmal nicht mehr kann«?“ Doch eines Tages muss man sich dieser Frage stellen. Mehr noch, je früher, desto besser! So ergabe eine aktuelle Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK)*, dass in Bezug auf die Unternehmensnachfolge kaum einer auf diese vorbereitet ist. Dabei gibt es hier allen voran zwei Hemmnisse zu überwinden:

  1. Den passenden Kaufpreis finden.
  2. Den passenden Nachfolger finden.

Beides ist alles andere, als einfach.

Der Kaufpreis – Lässt sich der „Wert“ eines Unternehmens ermitteln?

Zugegeben, das Herzblut, die Zeit und die Nerven, die man in sein Unternehmen gesteckt hat, die lassen sich nicht mit Geld aufwiegen. Das ist ein Wert, den man nicht ermitteln kann!

Allerdings besitzt ein Unternehmen durchaus Werte, die finanziell darstellbar sind. Das hilft dabei, einen passenden, das heißt angemessenen Kaufpreis zu ermitteln. Dies erfolgt meist mit Hilfe einer Unternehmensbewertung. In diese fließen Finanzdaten wie Umsätze, der Gewinn vor Zinsen und Steuern und der Kapitalfluss, der für die Beurteilung der Liquiditätssituation von Unternehmen von Bedeutung ist, mit ein. Darüber hinaus spielt das wirtschaftliche Umfeld, in welchem sich der Betrieb befindet, eine wichtige Rolle. Wer ist die Zielgruppe, wie hoch ist ihre Kaufkraft und wie stark fühlen sie sich dem Unternehmen verbunden, wie gut ist die Belegschaft qualifiziert, und so weiter, und so fort.

Die Summe, die dabei am Ende herauskommt, mag den einen oder anderen Vollblutunternehmer alles andere als zufriedenstellen. Doch ist sie ein guter Anfang, um mindestens dieses Hindernis aus der Welt zu schaffen.

Der Nachfolger – Rechtzeitig für den demografischen Wandel gerüstet sein

So klappt’s mit der Unternehmensnachfolge“ so das Hamburger Abendblatt Anfang diesen Monats. In dem Artikel wird ein mittelständisches Unternehmen aus Rellingen genannt, welches seine Unternehmensnachfolge bereits in trockenen Tüchern weiß. Allerdings hatte es dieser Betrieb nicht besonders schwer. Hier konnte die Nachfolge innerhalb der Familie geregelt werden. Die beiden Söhne übernehmen die Firma.

Das können allerdings bei weitem nicht alle Unternehmen so machen. Auch hier schlägt der demografische Wandel voll zu. Allein im Kreis Pinneberg brauchen rund 700 Unternehmen mittelfristig einen neuen Chef. Da in den vergangenen Jahrzehnten die Geburtenrate in Deutschland sank und die Lebenserwartung stieg, findet sich inzwischen der geeignete Nachfolger nicht so schnell, wie es Inhaber eines Unternehmens gerne hätten. Hinzu kommt der Umstand, dass in Familien, in denen ein durchaus geeigneter Nachfolger beziehungsweise eine durchaus geeignete Nachfolgerin zu finden wäre, die Nachfolge dennoch nicht zu regeln ist. Manche potenzielle Erben möchten lieber ein eigenes Unternehmen aufbauen oder einen komplett anderen Weg einschlagen als der Vater beziehungsweise die Mutter.

Solche Unternehmer sollten sich rechtzeitig rüsten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste haben wir bereits genannt. Den Verkauf des eigenen Unternehmens. Natürlich erst, nachdem der Wert des selbigen ermittelt wurde! Eine weitere Möglichkeit ist die Übernahme durch einen Mitarbeiter. Diesen sollte man jedoch zuvor Weiterbildungsmöglichkeiten in Sachen Unternehmensführung zuteil werden lassen. Eine dritte Möglichkeit wäre die Übernahme durch einen Wettbewerber. Hier sollte man darauf acht geben, dass dieser die eigenen Mitarbeiter übernimmt.

* Vgl.: Hemmnisse für Inhaber bei der Unternehmensnachfolge, zuletzt abgerufen auf www.de.statista.com am 16.08.2016.

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