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PC-Arbeit: Wenn die Augen nicht mehr wollen

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft hat auch im Arbeitsalltag für viele Menschen einige neue Aspekte hervorgebracht. Eine der dominantesten Punkte ist die Zunahme der Bildschirmarbeitsplätze mit der einhergehenden Reduktion körperlicher Tätigkeiten: Während nämlich 1990 eine Arbeitsausübung vor einem Screen noch höchst selten war, wurde die Anzahl dieser spezifischen Stellen in Deutschland 2006 bereits auf 14-16 Millionen geschätzt. Und diese Zahl steigt stetig – genau wie auch die daraus resultierenden Folgen für die Augen der vor dem Bildschirm tätigen Mitarbeiter.

Müdigkeit und Konzentrationsschwächen auch bei gesunden Augen

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Durch Bildschirmarbeit werden die Augen besonders belastet. (Quelle: © Jorma Bork / pixelio.de)

In der Regel verbringen viele Angestellte den überwiegenden Teil ihres Arbeitstages vor einem Bildschirm. Je nach technischem Stand des Gerätes wird das Auge dadurch einer mehr oder minder großen Belastung ausgesetzt – und dass üblicherweise über einen Zeitraum von acht Stunden pro Tag bei fünf Tagen in der Woche. Bei einer solchen Inanspruchnahme ist die Gefahr einer Überlastung des Sehapparates nicht ausgeschlossen.

Daher ist es ratsam, sich einer augenärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Dabei wird festgestellt, ob die betreffende Person über gesunde Augen und eine gute Sehschärfe verfügt – beides ist Vorraussetzung für eine effektive und gesundheitsschonende Arbeit am Computer. Sollten sich dann kleinere Einbußen herauskristallisieren, kann eine speziell angepasste Brille diese problemlos und ohne viel Aufwand korrigieren. Für Unternehmen gelten in diesem Bereich der Grundsatz “G 37, Bildschirm-Arbeitsplatz“, der besagt, dass eine Eignung für Bildschirmarbeit dann erreicht wird, wenn der Mitarbeiter auf beiden Augen 0.8 der normalen Sehschärfe erreicht.

Der Laser als letzter Ausweg?

Bei einer bestehenden Vorerkrankung der Augen, wie eine Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien, eine Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien und eine Stabsichtigkeit, auch Astigmatismus genannt, bis -3 Dioptrien, kann es unter Umständen ratsam sein, sich für eine Laser-in-situ-Keratomuleusis (Lasik) Operation zu entscheiden. Diese Praxis – gemeinhin auch als Augen-Laser im Volksmund bekannt – ist mittlerweile sehr weit verbreitet und wird nicht nur in den genannten Fällen von vielen Patienten angewandt, sondern auch wenn der Gebrauch von Brillen oder Kontaktlinsen nicht mehr von der betreffenden Person gewünscht wird.

Bei dieser Methode wird mit einem Mini-Hobel eine dünne Hornhautschicht aufgeschnitten und quasi zur Seite geschoben. Das sich darunter befindliche Hornhautgewebe wird dann per Laser abgetragen. Von Femto-Lasik wird gesprochen, wenn der Arzt zum Öffnen der Hornhaut ebenfalls einen Laser verwendet. Ist der Eingriff angeschlossen, wird die Hornhautschicht wieder verschlossen.

Der Lasik-Eingriff ist die am häufigsten genutzte Operationstechnik unter den diversen Laser-Methodiken zur Augenkorrektur und hat sich eine recht beeindruckende Reputation aufgebaut. Spezialisten wie smileeyes sind bereits seit einigen Jahren in mehreren deutschen Städten aktiv.

Nebenwirkungen und Problematiken

Die meisten Patienten klagen nach einem Laser-Eingriff über vorübergehende trockene Augen und teilweise Fremdkörpergefühle im Auge. In fast allen Fällen verschwinden die Nebenwirkungen innerhalb von drei Monaten wieder völlig. Lediglich in sehr hohen Dioptrien-Bereichen kann es zu längerfristigen Störungen kommen, das Risiko dafür liegt bei Korrekturen von -1 bis 5 Dioptrien bei 1:200.000, darüber kann eine Wahrscheinlichkeit von vier Prozent erreicht werden. Dennoch gilt die Methodik als sicher und effizient, wenn sie von Experten ausgeführt wird. Hier gibt es jedoch eine Problematik.

Mittlerweile existiert ein breites Angebot an Laser-Eingriffen, da viele Menschen darauf zurückgreifen. Problematisch dabei ist, dass viele Operateure die sehr anspruchsvolle Präszisionsarbeit nur bedingt beherrschen, nur über wenig Erfahrung verfügen oder schlicht kein passendes Equipment zur Auswahl haben. Thomas Kohnen von der Universitätsklinik Frankfurt führt die meisten Komplikationen auf fehlerhaften Umgang mit einer an sich (fast) perfekten Methode zurück. „Abgesehen vom Restrisiko jedes operativen Eingriffs, kommen schlechte Ergebnisse vor allem aus zwei Gründen zustande: Der Operierte war von vorn herein nicht für eine Laser-Korrektur geeignet, oder der Operateur hat nicht gut gearbeitet.

Alles in allem ist die Laser-Methodik eine gute Alternative für Menschen mit geschädigten Augen. Eine ausführliche und gründliche Beratung und die Wahl eines kompetenten Experten darf dabei nicht zu kurz kommen.

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