Personal: mehr als nur eine Frage des Bedarfs

Sanitäter, Fachkraft, Gesundheitswesen

Gerade im Gesundheitswesen wird der Bedarf an Personal in den kommenden Jahren und Jahrzehnten signifikant steigen. Davon geht eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger sowie eine Prognose des Bundesministeriums für Wirtschaft und Umwelt aus. Das macht es für Gesundheitsdienstleister umso schwieriger die geeignete Fachkraft zu finden. Im Folgenden einige Tipps & Tricks worauf es beim Thema Personaleinstellung zu achten gilt und wie man Mitarbeiter findet, die wirklich zum Unternehmen passen.

Stabilisator der deutschen Volkswirtschaft

Das Gesundheitswesen ist für unsere Volkswirtschaft gleich in mehrerer Hinsicht von großer Bedeutung. Als Kern der Gesundheitswirtschaft ist es für die Bundesrepublik die Grundlage einer soliden Grundversorgung mit dem Gut Gesundheit. Darüber hinaus entwickelt sich die Gesundheitswirtschaft – bedingt durch Innovationen in der Medizintechnik sowie aufgrund der demografischen Alterung – zu einem wesentlichen Wachstums- und Beschäftigungstreiber. So prognostiziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dass im Jahr 2030 jeder fünfte Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft arbeiten könnte*. Summa summarum ein Stabilisator der deutschen Wirtschaft.

Des einen Freud des anderen Leid

Sanitäter, Fachkraft, Gesundheitswesen
Vom Chirurg bis zum Sanitäter: der Bedarf an Personal wird in der Gesundheitswirtschaft weiter steigen. (Bild: Michael Bührke / pixelio.de)

Was den Arbeitnehmer freut, ist für den Arbeitgeber Anlass zur Klage. So leiden bereits jetzt gut 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser darunter, nicht genügend gut qualifizierte Fachkräfte im medizinischen Bereich zu finden. Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung dürfte diese Zahl noch weiter zunehmen, so Analysten des Beratungshauses Roland Berger Strategy Consultants. Nur in der Einstellung von neuem Personal sehen die Experten die Lösung, um „ … das Problem des akuten Fachkräftemangels in deutschen Krankenhäusern an den Wurzeln packen.“

Geeignetes Personal: Wer strukturiert (!) sucht, der findet

Dennoch sollte bei der Suche nach dem geeigneten Personal nicht nach jedem x-beliebigen Strohhalm gegriffen werden. Schließlich galt schon vor Zeiten des zu erwartenden Fachkräftemangels: „Gutes Personal ist schwer zu finden.“ Wer jedoch Zeit investiert, um strukturiert an die Suche heranzugehen, der findet auch die für sein Unternehmen geeignete Fachkraft.

Als Grundlage einer jeden Stellenausschreibung sollte ein möglichst exaktes Anforderungsprofil verfasst werden. Somit stellt man sicher, dass sich nur diejenigen bewerben, die auch wirklich zum vom Betrieb angebotenen Arbeitsplatz passen.

Viele Wege führen zur Fachkraft

Angelehnt an das Sprichwort „viele Wege führen nach Rom“ stehen Personaler auf der Suche nach geeignetem Personal inzwischen zahlreiche Kanäle zur Verfügung. Am idealsten ist aufgrund des geringen organisatorischen und finanziellen Aufwands die interne Suche über Mitarbeiterempfehlungen. Darüber hinaus gewinnen auch die Sozialen Medien in puncto Personalrekrutierung zunehmend an Bedeutung. Die weitestverbreiteste Form jedoch ist die Schaltung von Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen und die Ausschreibung via unternehmenseigener Website.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wird für immer mehr Unternehmen das E-Recruiting, die Unterstützung der Personalbeschaffung durch den Einsatz elektronischer Medien, immer interessanter. Hierbei können Stellenanzeigen mit nur einem Klick auf sämtlichen Online-Kanälen – von den wichtigsten Stellenbörsen bis hin zu Facebook, Xing und LinkedIn – verbreitet werden. Zudem stehen Personalern mit dem Bewerbermanagementsystem unter anderem individuell festlegbare Vorauswahl-  kollaborative Kommentar- und Bewertungsfunktionen zur Verfügung. Damit verhindert man zwar nicht, dass die ein oder andere Stelle für einen Zeitraum unbesetzt bleibt, schafft sich aber ein Fundament, damit dieser Zeitraum so kurz wie möglich bleibt.

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*Henke, K.-D., et al. (2010): Erstellung eines Satellitenkontos für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland, Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (heute: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Nomos, Bonn/Berlin.

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