Shisha – Einstiegsdroge oder harmlos?

In den letzten Wochen sorgten Medienberichte – wie jener aus dem Hamburger Abendblatt – um das Thema Shisha für viel Aufsehen. So wird dort die Wasserpfeife, die sich besonders unter jungen Menschen steigender Beliebtheit erfreut, als neue Einstiegsdroge bezeichnet. Viele der Shisha-Raucher wiederum betrachten sie als vollkommen harmlos. Was stimmt nun?

Vollkommen harmlos? Leider Nein.

Shisha
In puncto Gesundheit ist die Shisha auf keinen Fall völlig harmlos. Ob sie deshalb gleich als Einstiegsdroge fungiert? (Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Der Fangemeinde sei schon einmal eine Illusion genommen. Denn vollkommen harmlos ist das Rauchen einer Shisha, wie sie beispielsweise im Smoketown Bong Shop zu erwerben ist, leider nicht. Zumindest dann nicht, wenn es um das Thema Gesundheit geht. So zeigen, Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge, mehrere Studien, dass in Wasserpfeifen eindeutig krebserzeugende Schadstoffgruppen, wie zum Beispiel Benzo[a]pyren (PAK), N‘-Nitrosonornikotin (TSNA) und 2-Naphthylamin (PAA) enthalten sind.

Teergehalt: Bei der Zusammensetzung herrschen noch Unklarheiten

Weitere vom BfR zusammengefasste Analysen zeigen zwar, dass Wasserpfeifenrauch zum Teil erhebliche Mengen an Teer enthält, jedoch aufgrund der deutlichen Temperaturunterschiede zu einer Zigarette sich bezüglich der genauen Zusammensetzung von dieser deutlich unterscheidet. So enthält Wasserpfeifenteer neben oben erwähnten PAKs, TSNAs und PAAs auch die Feuchthaltemittel Glycerin und 1,2-Propandiol. Hier kann man hinsichtlich der genauen Zusammensetzung des Wasserpfeifenteers (noch) nichts genaues sagen.

In puncto Suchtpotenzial steht die Shisha der Zigarette in nichts nach

Auch in einem anderen Punkt gibt es für diejenigen, die gerne Shisha rauchen leider schlechte Nachrichten. Das Suchtpotenzial ist aufgrund des Nikotingehalts mindestens genauso hoch wie beim Zigarettenrauchen. Professor Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) bezeichnet die Wasserpfeifen im oben erwähnten Artikel gar als „ … die Alcopops der neuen Generation“.

Deshalb gleich eine Einstiegsdroge?

Vielleicht, obwohl – und das soll jetzt nicht verharmlosend klingen – ein direkter Zusammenhang zwischen dem Rauchen einer Shisha und der Einnahme weitaus gesundheitsschädigender beziehungsweise illegaler Substanzen nicht so ohne weiteres herzustellen ist. Ein Umstand, der ebenso gut auf den Konsum von Zigaretten zutrifft.

Was es zu beachten gilt

Wer sich, allen eventuell eintretenden negativen Auswirkungen auf seine Gesundheit zum Trotz, die Freude am Wasserpfeifenrauchen nicht nehmen lassen möchte, sollte dabei zumindest auf einige Dinge achten. Etwa bei Bestellung auf qualitativ hochwertige Shishas bei Smoketown Headshop setzen. Zudem sollte man als Erwachsener Jugendlichen unter 18 Jahren keinen Zugang zur hauseigenen Wasserpfeife ermöglichen, zum Beispiel indem man sie in einem abschließbaren Schrank aufbewahrt und sie auch nicht dem Passivrauch aussetzen.

HCC Redaktion

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