Stress und Zwischenmahlzeiten: Eine Studie in europäischen Büros

Sei es der Griff nach einem zu süßen oder zu salzigem Snack zwischendurch, wenn die Arbeit wieder stresst, oder dass das Frühstück wieder einmal ausgelassen wurde, nur um am späteren Vormittag stattdessen Kuchen oder Gebäck zu essen, über die Mittagszeit weiterzuarbeiten und sich am Abend schließlich kalorienreiches und ungesundes Fast Food zu „gönnen“. Im Arbeitsalltag wird alles Wissen über eine gesunde Ernährung schnell vergessen.

Stress und Zwischenmahlzeiten: Eine Studie in europäischen Büros
Quelle: stress-snacking.eu

Doch nicht nur, dass sich dieses Essverhalten über kurz oder lang auf der Waage bemerkbar machen, es wirkt sich auch direkt auf die eigene Arbeitsleistung aus. Lebensmittel mit zu viel Fett, Zucker oder Salz und ungesunde Essgewohnheiten können zu zahlreichen ernährungsbedingten Erkrankungen führen und beispielsweise Diabetes, einen hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen. Die Stimmungslage, Konzentrationsfähigkeit und ein vermindertes Energieniveau sind davon ebenso betroffen und können sich somit auf Arbeitseffizienz auswirken und zu Unfällen am Arbeitsplatz führen. In der Folge entstehen der Wirtschaft jährlich mehrere Milliarden Euro Schaden.

Studie zum Zusammenhang zwischen Stress und Snacks

Eine Herbalife-Studie, mit der beratenden Redakteurin Dr. Barbara Stewart-Knox vom Nordirischen Zentrum für „Food and Health“ der University of Ulster, beschäftigte sich in diesem Zusammenhang mit den Fragen:

– Wie wirkt sich Stress auf die Nahrungsmittelauswahl aus und umgekehrt?

– Inwiefern ändert sich die Nahrungsmittelauswahl als Reaktion auf Stress?

Dabei wurden hoher Arbeitsstress im Zusammenhang mit den Vorlieben europäischer Arbeitnehmer gebracht, zu fettige, salzige und süße Snacks zu konsumieren. Die Studie stützt sich auf aktuelle Forschungsergebnisse zum Stresslevel und den Essgewohnheiten von knapp 5000 Büroangestellten in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer, die starkem Stress ausgesetzt sind, häufiger außerhalb ihrer Hauptmahlzeiten ungesunde Snacks zu sich nehmen.

Snacks bei Stress – Jedoch auch gestiegenes Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Essen und Wohlbefinden

„Die Arbeitnehmer von heute haben sofortigen Zugriff auf ungesunde Lebensmittel – reich an Kalorien, Fetten, Zucker, und künstlichen Zusatzstoffen, jedoch arm an Nährwert – über Verkaufsautomaten, Bürokantinen und Kioske. Sie können problemlos nach einem Schokoriegel, einer Tüte Chips oder einem Stück Kuchen greifen, wenn die Energie nachlässt oder wenn ihnen einfach nur langweilig ist und sie Lust auf etwas Süßes bekommen.“

Der Bericht kommt jedoch auch zu dem Ergebnis, dass sich die heutige Gesellschaft den Zusammenhängen zwischen der Ernährung und dem psychologischen Wohlbefinden immer klarer bewusst wird und möchte bestehende Informationslücken hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Stress und ungesundem Essen füllen. Er zeigt, dass sich europäische Büroangestellre gesünder als ihre amerikanischen Kollegen ernähren, und wie sich die täglichen Arbeitszeiten und das Stressniveau von westeuropäischen Büroangestellten auf ihre Wahl von Nahrungsmitteln auswirken, wodurch wertvolle Daten und Empfehlungen generiert werden, die Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Lebensmittelherstellern dabei helfen, ihre Arbeitsweise dahingehend zu ändern, dass alle Beteiligten davon profitieren.

>> Die komplette Studie kann hier in den Sprachen Englisch, Deutsch und Spanisch heruntergeladen werden.

(ag)

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