Corporate Social Responsibility – mit ökosozialer Produktion mehr Erfolg

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Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) steht für Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung bzw. Unternehmerische Sozialverantwortung. Damit ist der freiwillige Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung gemeint, der über die reinen gesetzlichen Forderungen an sich (Compliance) hinausgeht. Die Nachhaltigkeit umfasst dabei die drei Bereich Ökonomie, Ökologie und Soziales. Letzteres unterteilt sich in die Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter (Arbeitsplatz) sowie in die Verantwortung für die Gesellschaft.

Verantwortungsvolles Handeln wird für Unternehmen immer wichtiger: Denn aufgrund des Informationsangebotes werden die Konsumenten und Verbraucher immer mündiger. Nachhaltigkeit und Fairness werden zunehmend belohnt, gegenteiliges Handeln abgestraft. Dies hat nicht zuletzt die Marktverteilung bei den Drogeriemarktketten gezeigt: Der einstige Branchenprimus Schlecker hatte auf Lohndumping gesetzt und mit der negativen Presse und dem Negativimage seinen Niedergang eingeläutet – laut einer Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat das Unternehmen damals kurzfristig 16% seiner Erlöse eingebüßt. Die Konkurrenzt von dm und Rossmann sind hingegen für ihr gesellschaftliches Engagement berühmt – und hier stimmt der Umsatz, bis heute. Auch Hipp und der Schokoladenhersteller Ritter sind weitere Pioniere verantwortungsbewussten Unternehmertums.

Das zahlt sich auch bei der Motivation der Mitarbeiter aus: Fühlen sich die Mitarbeiter geachtet und fair behandelt, bringen sie auch – anders als in der Endphase von Schlecker – Spitzenleistung und die notwendige Freundlichkeit gegenüber den Kunden auf. Erfolg begründet sich eben auf einem ganzheitlichen Menschenbild.

Mehr Erfolg durch ökosoziale Produktion

Wenn die zunehmend mündigen Verbraucher Verantwortungsbewusstsein einfordern, dann wird der Markt es auch anbieten: Somit besitzt das, was sinnvoll für die Gesellschaft und die Umwelt ist, auch einen wirtschaftlichen Nutzen für die Unternehmen. Die Schlüsselwörter sind das Image bei den Verbrauchern, die Kundenbindung, das Stärken der Marke, das Besetzen des Marktes für verantwortungsvoll und nachhaltig erzeugte Produkte – und aus diesen Gründen nicht zuletzt auch die Kommunikation mit den Stakeholdern.

Rund 64% der deutschen Unternehmen verfügen über eigene CSR-Programme und engagieren sich entsprechend für die Gesellschaft. Im Jahr 2011 wurden hierfür in Deutschland insgesamt 11 Milliarden Euro ausgegeben. Dabei geben die kleineren Unternehmen realtiv betrachtet mehr als Großunternehmen. Allerdings steckt die Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung immer noch in ihren Kinderschuhen: Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) beklagen mehr als die Hälfte der Unternehmen, dass ihnen für ein geeignetes CSR-Handeln die nötigen Informationen fehlen würden.

Ökosoziale Produktion als Schlüssel für den Unternehmenserfolg

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[Bild: Petra Bork / pixelio.de]

Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit anhand sozialer und ökologischer Kriterien ausrichten, können also bei den Verbrauchern immer stärker punkten. Neben der Vermeidung von Schadstoffen und der Verwendung von Bio-Produkten sowie der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bedeutet das auch die Verwendung von Ökostrom und die Steigerung der Enegieeffizienz zur Vermeidung von Stromveschwendung.

So hat auch die Unternehmensberatung Roland Berger in der Studie „Effizienzsteigerung in stromintensiven Unternehmen“ errechnet, dass Investitionen in Effizienztechnologie von 23 Milliarden Euro längerfristig zu Einsparungen im Volumen von über 100 Milliarden Euro führen. Das betrifft vor allem den Einsatz von effizienteren Maschinen sowie von optimierten Produktionsverfahren. Hinzu kommt zu den finanziellen Einsparungen noch der Imagegewinn aufgrund der verantwortungsbewussten Ausrichtung. Diese Unternehmen profitieren somit in mehrfacher Hinsicht – und auch die Mitarbeiter sind stärker motiviert, wenn sie sich mit den Zielen des Unternehmens im Einklang befinden.

Energieeffizienz kann man messen – DIN EN ISO 50001

Die International Organization for Standardization (ISO) hat im Mai 2011 einen internationalen Standard für Energiemanagementsysteme veröffentlich, den DIN EN ISO 50001. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems zeigt dabei den Kunden, Mitarbeitern und auch Stakeholdern, dass ein Unternehmen seine Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft wahrnimmt und seine Energieeffizienz systematisch managt. Die Zertifizierung dient aber unter anderem auch als Nachweis zur Erfüllung der Voraussetzungen für steuerliche Erleichterungen. (Siehe hierfür u.a. Untermerkblatt zur Zertifizierung des Energieverbrauchs und der Energieverbrauchsminderungspotenziale des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle / BAFA.)

Wenn Sie Fragen zur iso 50001 Zertifizierung haben, hilft Ihnen unter anderem die Website des Zertifizierungsanbieters DNV Business Assurance weiter. Die Det Norske Veritas (DNV) ist eine unabhängige Stiftung, die 1864 in Norwegen gegründet worden ist, um den technischen Zustand von norwegischen Handelsschiffen zu inspizieren und zu beurteilen. Mittlerweile ist die DNV Business Assurance einer der weltweit führenden Zertifizierungsanbieter.

(mb)

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