Der informierte Patient – Fluch oder Segen?

informierte patient, screenshot

Mit der Verbreitung des Internets verbreitete sich auch der informierte Patient. Das hat Nachteile, aber auch viele Vorteile. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist es für Patienten wichtig, über ihre Symptome und über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten Bescheid zu wissen. Nur wenn der Arzt mit dem Patienten auf Augenhöhe spricht (und sprechen kann!), kann die Behandlung zum Erfolg führen. Das erklärt auch Eckart von Hirschhausen im Video der Bertelsmann-Stiftung.

 

Krankheiten googeln: Vom Augenzucken zum Hirntumor

Bestimmt haben auch Sie schon einmal eine ungewöhnliche Körperreaktion gegoogelt. Nehmen wir das Beispiel Augenzucken. Auf der Seite gesundheit.de steht „meist harmlos“. Aber weiter unten in der Liste taucht auch das Wort „Hirntumor“ auf. Hypochondrische Zeitgenossen können durch so ein Stichwort schnell in Panik verfallen. Deshalb ist es wichtig, sich nicht mit Google-Suchergebnissen verrückt zu machen. Klar sollte man sich informieren und möglichst viel über seine Krankheiten zu wissen. Aber gefährliches Halbwissen schadet oft mehr als es nützt. Deshalb sollte man auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

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Gespräche zwischen Arzt und Patient sollten auf Augenhöhe stattfinden. (Screenshot aus Faktencheck Gesundheit mit Eckart von Hirschhausen: Gemeinsam entscheiden © Bertelsmann Stiftung; Originalvideo unter https://www.youtube.com/watch?v=TGvXF05vmvw&list=PLxyQdUGjPEsFwu2NCz7O8ufdYQ8nmsiod)

Der informierte Patient

Wie bei so vielen Dingen gilt auch in Sachen Krankheiten und Internet: Sinn und Unsinn liegen dicht beieinander. Gut ist z.B., wenn Patienten genug Wissen mitbringen, um ihren Arzt auch zu verstehen. Denn nur wer versteht, was der Arzt sagt, der kann auch die Behandlungsvorschläge nachvollziehen. So wird es wesentlich wahrscheinlicher, dass der informierte Patient auch die Anweisungen des Mediziners befolgt. Nicht nur das Internet, auch Apps können hier hilfreich sein. Blutzucker- und Blutdruckmessungen können Patienten so auf eigene Faust durchführen und sie dem Arzt vorlegen. Das erleichtert ihm die Diagnose und trägt so zu einer schnelleren Verbesserung der Gesundheit bei.

Fragen stellen!

Als informierter Patient sollten Sie sich vor allem eines trauen: Fragen zu stellen. Und zwar unabhängig davon, ob das Wartezimmer voll ist oder nicht. Nur im Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt kann man herausfinden, was die Ursache Ihrer Probleme ist und wie man sie am besten behandelt. Im Video der Bertelsmann-Stiftung erklärt der Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen, warum der informierte Patient letztlich schneller wieder gesünder wird.

(Bertelsmann Stiftung / YouTube)

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1 Kommentar

  1. Mir hat man Jahre lang Medikamente verschrieben, da ich noch 25 jung bin meinte man das ich nur Migräne hätte. Hinterher kam natürlich der Schock, das es Tumor war. Aber aufgeben werde ich nicht.

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