Kooperationen zwischen Ärzten und Selbsthilfe: Partnerschaft auf Augenhöhe

Selbsthilfegruppen ergänzen wirksam die Arbeit von Ärzten. Wenn Ärzte und Selbsthilfegruppen partnerschaftlich zusammenarbeiten, profitieren davon beide Seiten. Darüber waren sich die etwa 120 Teilnehmer der Fachtagung „Das Netz stärken“ in Berlin einig. „Die AOK will die Vernetzung zwischen Professionellen und Selbsthilfe nachhaltig fördern“, erklärte Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes. „Deshalb unterstützt die Gesundheitskasse unter anderem das Netzwerk »Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen« […].“

Vernetzung zum Wohle chronisch Kranker

Sonnennetz als Metapher für Netzwerk
Das „Netz“ zwischen Selbsthilfegruppen und Ärzten stärken (Bild: Rudolpho-Duba / pixelio.de)

Wie wichtig das Thema ist, zeigte das große Interesse an der Fachtagung. Claudia Schick, Referentin für Selbsthilfeförderung im AOK-Bundesverband, betonte, dass Patienten und Angehörige das Gefühl haben müssten, nicht nur medizinisch, sondern auch sozial gut versorgt und aufgefangen zu werden. „Es gibt bereits erste Erfolge in der Zusammenarbeit von Ärzten und Selbsthilfe, aber die Kommunikation unter den Beteiligten muss noch besser werden“, so Schick weiter.

Die Arbeit findet vor Ort statt

Aus diesem Grund will die AOK zukünftig Selbsthilfegruppen und auch Selbsthilfe-Kontaktstellen, die mehr mit Ärzten zusammenarbeiten wollen, stärker finanziell unterstützen. Zudem plant die AOK einen Newsletter, der Selbsthilfegruppen und Ärzten wichtige Informationen über die Selbsthilfe und für chronisch Kranke an die Hand geben soll. Außerdem setzt sich die Gesundheitskasse dafür ein, dass das Konzept des Netzwerkes »Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen« ab nächstem Jahr bundesweit umgesetzt wird. „Denn die Arbeit findet vor Ort statt“, betont Schick.

Seite 2: „interessiertes Desinteresse“

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