Psychische Gesundheit wichtiges BGM-Thema

psychische Gesundheit, Frau auf Rollband

Eine aktuelle Studie zeigt, wie ernst Arbeitgeber das Thema psychsiche Gesundheit am Arbeitsplatz nehmen sollten. Denn hier sehen die deutschen Arbeitnehmer erheblichen Verbesserungsbedarf. Wir zeigen auf, an welcher Stellschraube Unternehmen drehen sollten und warum sich eine gesundheitsförderliche Arbeitsplatzkultur auszahlt, und zwar für Angestellte und für Betriebe.

Psychische Gesundheit: Arbeitgeber müssen handeln!

psychische Gesundheit, Frau auf Rollband
Wie gut ist es aktuell um die psychsiche Gesundheit der Arbeitnehmer bestellt? Eine aktuelle Studie gibt Antworten. (Bild: Ryan McGuire / gratisography.com)

Psychische Gesundheit ist Pflicht statt Kür! Mit der Novelle des Arbeitsschutzgesetzes sind Unternehmen aller Größen seit 2014 dazu verpflichtet, während einer betriebsweiten Gefährdungsbeurteilung auch die potenziell auftretenden psychischen Belastungen zu berücksichtigen. Verstärkte Aufmerksamkeit sollte den in letzten Jahren dabei der Zunahme arbeitsbedingter psychischer Erkrankungen, wie zum Beispiel Burnout oder Depression zukommen. Nicht zuletzt aus diesem Grund veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Fachbuch Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Doch seit Einführung der Novelle scheint sich noch nicht allzu viel bei den Unternehmen hierzulande getan zu haben. Dem Great Place to Work® Gesundheitsindex 2015 zufolgen bestätigt aktuell nur jeder zweite Arbeitnehmer (46 Prozent) aus Betrieben ab 50 Beschäftigten, dass die psychische Gesundheit am eigenen Arbeitsplatz uneingeschränkt gewährleistet sei.

BGF bisher kaum ein Thema

Mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) sieht hier im eigenen Betrieb noch sehr deutliche Defizite. Hilfreiche Maßnahmen zur Förderung ihrer Gesundheit erhalten im nennenswerten Umfang bisher erst 42 Prozent der Arbeitnehmer. In jedem dritten Unternehmen (31 Prozent) gibt es nach Aussage der Beschäftigten hingegen bisher kaum oder noch gar keine Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

„Betriebliche Gesundheitsförderung wird zu einem immer wichtigeren Baustein nachhaltiger Personal- und Unternehmensführung“, so Dr. Karsten Schulte-Deußen, Forschungsleiter beim Great Place to Work® Institut Deutschland. „Dabei geht es jedoch nicht nur um die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften. Beachtet werden sollten auch zentrale Aspekte der Unternehmenskultur, wie zum Beispiel die Qualität der Führung und Zusammenarbeit.“ Das ist eine Stellschraube, an der Unternehmer sofort drehen können – und sollten!

Gesundheitsförderliche Arbeitsplatzkultur zahlt sich aus

Dass sich eine gute und attraktive Arbeitsplatzkultur auch für die Arbeitgeber in entscheidender Weise auszahlt, zeigt eine weitere Untersuchung von Great Place to Work®: Unternehmen und weitere Arbeitgeber mit einer von den Mitarbeitern als in hohem Maße vertrauensvoll und förderlich erlebten Arbeitsplatzkultur haben – neben zahlreichen weiteren messbaren Vorteilen – 30 Prozent weniger Krankheitstage als durchschnittliche Arbeitgeber. Spitzenarbeitgeber erreichen auf individueller Ebene sogar noch deutlich bessere individuelle Werte.

Zudem spielen die Themen Gesundheitsförderung und Life-Balance bei der Wahl des Arbeitgebers heute eine deutlich wichtigere Rolle als in der Vergangenheit. Arbeitgeber, die hier besonders gut aufgestellt sind, können damit auf dem umkämpften Personalmarkt erfolgreich punkten. Das erkennen immer mehr Unternehmen. So sagte einst mydays-Gründer Fabrice Schmidt: Employer Branding ist für den Mittelstand entscheidend.

Über die Studie:

Weitere Informationen zum aktuellen „Great Place to Work® Gesundheitsindex 2015“ sowie zu den Möglichkeiten der „Psychischen Gefährdungsbeurteilung“ und der Weiterentwicklung einer gesundheitsförderlichen Arbeitsplatzkultur erhalten am Thema Interessierte direkt bei: Great Place to Work®. Charts zur Studie (Auszug) sind unter folgendem Link abrufbar: www.kurzlink.de/GPTW-Gesundheit-2015.

 

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