Stabiles Online-Business: Liquidität sichern & Stress reduzieren

Zwei Personen in einer Besprechung mit Laptop, Stift und Unterlagen

Viele versprechen sich von Amazon FBA einen stabilen Geldfluss – in einem eigenen Business oder als neuer Unternehmensbereich. Dadurch lässt sich der Druck reduzieren und die Zufriedenheit erhöhen. Das ist alles andere als unerheblich, denn Krisenzeiten gefährden die Gesundheit – physisch und psychisch. Dem möchte dieser Beitrag entgegenwirken und gibt einige Tipps und Hinweise, wie der Aufbau eines Amazon Business besser und schneller gelingt.

Grundregel: Verfügbare Daten und Informationen auch nutzen

Die Möglichkeit, ein eigenes Amazon Business aufzubauen, ist nicht mehr wirklich neu – dafür gibt es viele Erfahrungswerte von bereits erfolgreichen Händler*innen, die diese online zur Verfügung stellen. Entsprechende Recherchen ermöglichen es unter anderem,

  • bessere Entscheidungen zur Produktauswahl zu treffen,
  • Margen richtig zu berechnen,
  • Werbemöglichkeiten gezielt zu nutzen, und ganz allgemein
  • aus den Fehlern anderer zu lernen und sie vermeiden, ohne sie selbst zu machen.

Bei diesen und weiteren Aspekten für die erfolgreiche Unternehmensgründung – für Amazon FBA und andere Produktprojekte – sind einschlägige Erfahrungen von Händler*innen mit Amazon FBA äußerst hilfreich. Auf die oben genannten und auf weitere Aspekte gehen wir im Folgenden im Detail ein.

Zahlen und Fakten: So viele Daten wie möglich sammeln

Harte Zahlen und Fakten sollten so früh wie möglich in die Entscheidungsfindung einfließen, wenn es darum geht, das Produktportfolio zu erstellen. Für den Start empfiehlt es sich, mit einigen wenigen Produkten zu starten, und dieses erst im Anschluss zu erweitern. Zwei Größen sind bereits an dieser Stelle unverzichtbar:

  • Nachfrage: Nur wenn ein Produkt auch gefragt ist, kann es sich verkaufen. Wenn der Bedarf nicht besteht, sinken die Chancen, dass das Produkt gefunden wird – geschweige denn verkauft.
  • Bepreisung: Preis und Anzahl der zu verkaufenden Ware bestimmen den Verkaufspreis sowie das notwendige Startkapital. Hierzu gibt es Formeln, die eine grobe Überschlagsrechnungen je Produkt ermöglichen.
Zwei Personen in einer Besprechung mit Laptop, Stift und Unterlagen
Ob als Hauptgeschäft oder Nebeneinkunft für das Unternehmen: Mit der richtigen Umsetzung kann ein Amazon FBA Business für finanzielle Absicherung sorgen. (Bild: © Konstantin Yuganov | stock.adobe.com)

Selbstverständlich ist es ratsam, sich auf gefragte Warengruppen im Onlinehandel zu konzentrieren. Idealerweise wählt man dabei Produkte, zu denen man selbst einen persönlichen beziehungsweise professionellen Bezug hat. Lassen Sie sich jedoch nicht zu sehr von Emotionen leiten, sondern nutzen Sie immer Daten als Grundlage. Das gilt umso mehr für die Berechnung der Margen. Denn hier spielen sämtliche Ausgaben hinein, die mit den Produkten anfallen können, wie zum Beispiel

  • Lagerung
  • Transport
  • Retourensendungen
  • Entsorgung beschädigter beziehungsweise oder unbrauchbarer Güter.

Richtig in Szene setzen: Die Produktwerbung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Traffic für die eigenen Produktseiten zu erzeugen. Zunächst einmal ist es jedoch essenziell wichtig, für das richtige Erscheinungsbild zu sorgen. Ähnlich wie bei guten Werbemitteln sollte bei der Produktdarstellung gewährleistet sein, dass das Produkt

  • Individualität beweist.
  • Mehrwert verspricht.
  • vertrauenswürdig erscheint.
  • auf die Marke einzahlt.
  • die richtigen Aussagen trifft, etwa in puncto Nachhaltigkeit.

Sind die Produktseiten erstellt und indexiert – auf Amazon und in den Suchmaschinen – geht es im nächsten Schritt an das Produktmarketing. Doch auch hier sind Daten das A und O. Beim Amazon Business bietet es sich an, PPC-Werbung zu schalten, also nach dem „Pay per Click“-Verfahren. Entscheidend hierbei sind

  • die fundierte Recherche geeigneter Keywords zur Anzeigenschaltung
  • A/B-Tests und Vergleiche, um die Wirksamkeit dieser Werbemaßnahme immer weiter zu erhöhen.

Nach den ersten Verkäufen: Gewinne richtig einsetzen

Gerade dann, wenn das Amazon Business zur Druckentlastung in einer Krisenphase aufgebaut wird, stellt sich die Frage, wie Gewinne investiert werden sollen. Dabei sind vor allen Dingen zwei Punkte abzuwägen:

  • Ausreichender Lagerbestand, der auch steigende Nachfragen abdeckt
  • Investition in neue Produkte, um das Portfolio zu erweitern
  • Querfinanzierungen im eigenen Unternehmen.

Die Krisensituation erschwert die Kostenkalkulation in mehrerlei Hinsicht, auch im Hinblick auf Fristen und Auflagen zu den Überbrückungszahlungen durch den Bund. Sofern möglich, ist es jedoch ratsam, zunächst bei den Bestandsprodukten für Liefersicherheit zu sorgen, bevor man das Portfolio erweitert.

(Neben-) Business aufbauen & Stress reduzieren

Je nach Branche und Interessen kann es durchaus sinnvoll sein, ein eigenes Amazon FBA Business zu starten. Um ein Business jedoch erfolgreich aufzubauen, ob nun via Amazon FBA oder mit einem anderen Geschäftsmodell, kommt es letztlich immer auf die Umsetzung an. Das schließt mit ein:

  • Zeitliche Ressourcen und die Bereitschaft, sich in die Materie einzuarbeiten.
  • Monetäre Ressourcen für Startkapital, Investition je nach Produkt und für Marketingmaßnahmen.
  • Konsequenz in der Umsetzung.

Ein strukturiertes Vorgehen ist dabei umso wichtiger, wenn der Aufbau eines neuen Business die Liquidität des Unternehmens dienen soll. Dabei ist es hilfreich, das Ganze als internes Projekt zu organisieren und entsprechende Meilensteine zu definieren. Um auch das Stressniveau im Griff zu behalten, empfehlen sich zudem verschiedene Methoden zur Steigerung der Produktivität.

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