Stehen vs. Sitzen: Homeoffice & Körpergesundheit unter einen Hut bringen

Rückensicht einer Frau, die sich streckt und im Homeoffice mit künstlichen Lichtquellen arbeitet

Die Arbeitsplatzgestaltung hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert, seit einigen Jahren ist die Ergonomie am Arbeitsplatz nicht mehr wegzudenken. Doch in Zeiten von (obligatorischem) Homeoffice liegt diese Verantwortung verstärkt in den Händen der Mitarbeitenden. Deren Gesundheitskompetenz erfordert Sensibilisierung – insbesondere dann, wenn tägliche Gewohnheiten und Routinen am Arbeitsplatz wegfallen. Hier stellt sich unter anderem auch die alte Frage „Sitzen oder Stehen beim Arbeiten?“, denn es gibt nach wie vor keine Pauschallösung für alle Bedarfe.

Sitzen oder Stehen beim Arbeiten, das ist die Frage

Arbeitsmedizin und Medien zeichnen ein klares Bild, und der Körper stimmt dem zumindest im Hinblick auf körperliche Schmerzen zu: Langes Sitzen ist ungesund und führt zu unterschiedlichen gesundheitlichen Beschwerden. Typischerweise wird langes Sitzen in einem kausalen Zusammenhang gesehen mit

  • Schmerzen im Bereich von Rücken, Schultern und Nacken
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Arteriosklerose
  • und sogar einigen Krebsarten.
Rückensicht einer Frau, die sich streckt und im Homeoffice mit künstlichen Lichtquellen arbeitet
Nur Sitzen ist längst verpönt, doch ausschließlich zu stehen beim Arbeiten ist auch keine Lösung. (Bild: © artursfoto | stock.adobe.com)

Im Kontext von Büroarbeiten wird gerne auf Stehtische verwiesen, die dieses Problem lösen sollen. Unklar ist jedoch, ob „nur stehen“ – anstelle von „nur sitzen“ – wirklich die eine Lösung sein kann. Denn selbst bei einer Bürotätigkeit in Teilzeit wird jede*r die eigene Haltung anpassen und gegebenenfalls eine Schonhaltung einnehmen, was wiederum zu einer Fehlhaltung führen kann; ganz zu schweigen von einem Acht-Stunden-Arbeitstag.

Fehlhaltungen reduzieren und vermeiden

Deutlich bessere Erfolgsaussichten bietet der Ansatz, hin und wieder die Haltung ganz grundsätzlich zu ändern, sprich: Sitzen und Stehen beim Arbeiten zu variieren. Allerdings erlaubt die Arbeitsplatzgestaltung häufig nur wenig Abwechslung in puncto Körperhaltung bei der Arbeit. Dies betrifft nicht nur das Büro, sondern auch Umfelder wie

  • Besprechungen und Meetings – digital wie auch in Präsenz
  • Labors, Werkstätten und Fabriken
  • Praxen im medizinischen Bereich
  • Tätigkeiten im Haushalt.

Eine wichtige Regel ist, immer wieder den Arbeitsplatz zu verlassen, regelmäßig aufzustehen und auch einige Schritte zu gehen. Darüber hinaus bieten spezielle Möbel einen interessanten Ansatz, die nicht kategorisch auf eine Körperhaltung zugeschnitten sind. So verspricht beispielsweise die Investition in einen Stehstuhl vom Bürostuhlshop Abhilfe im Hinblick auf Fehlhaltungen und -stellungen sowie die ungesunde Belastung von

  • Wirbelsäule
  • Rücken
  • Gelenke.

Lektüre-Tipps: Richtig abwechseln bei Sitzen und Stehen beim Arbeiten

Für die richtige Abwechslung und das Nutzen einer gewissen Bewegungsfreiheit im Büro hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer 27-seitigen Broschüre wertvolle Tipps, Hinweise und Anleitungen zusammengefasst. Diese können Sie kostenfrei herunterladen unter „Auf und nieder – immer wieder! – Mehr Gesundheit im Büro durch Sitz-Steh-Dynamik“.

In einem bereits erschienenen Artikel geben wir Ihnen eine Anleitung mit sieben Anregungen, die Sie in Ihren (sitzenden) Arbeitsalltag integrieren können. Tipps und Erklärvideo finden Sie in unserem Beitrag „So sitzen Sie richtig!“.

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