Was hilft bei Heuschnupfen und Pollenallergie wirklich?

Wenn die Temperaturen steigen, macht sich nicht überall Freude breit. Für Allergiker beginnt wieder eine unangenehme Phase. Aufblühende Pflanzen sorgen insbesondere jetzt für rote Augen, Schnupfen oder Niesen. Das spürten 2017 rund 22 Prozent der Deutschen. Pollenallergie und Heuschnupfen können allerdings in Schach gehalten werden. Vorausgesetzt, Sie entscheiden sich für die richtige Behandlung. Worauf Sie hier achten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.   

Pollenallergie und Immunsystem

Das Immunsystem schützt uns in der Regel effektiv vor gefährlichen Viren und Bakterien. Dafür besteht die Körperabwehr aus verschiedenen sogenannten Fresszellen. Diese beseitigen potenziell bedrohliche Substanzen, indem sie sie auffressen. Beim Immunsystem von Pollenallergikern gibt es eine entscheidende Störung. Denn es richtet sich gegen völlig harmlose Pflanzenpollen. Statt jedoch schützende Immunglobuline G (IgG-Antikörper) herzustellen, bildet der Körper Immunglobuline E (IgE-Antikörper), die die Symptome von Heuschnupfen auslösen.

Auslöser und Symptome

Heuschnupfen ist ein allergischer Schnupfen. Er zählt zu einer der häufigsten Allergien in den westlichen Industrieländern. Der Auslöser ist allerdings nicht Heu, wie der Name vermuten lassen würde. Vielmehr sind Betroffene allergisch auf Pflanzenpollen sowie Blütenstaubteile von Gräsern und Bäumen. Besonders akut tritt Heuschnupfen in der Pollenflug Hauptsaison zwischen April und August auf. Spätblühende Pflanzen können Allergikern allerdings auch bis Oktober zu schaffen machen. Zu den typischen Symptomen von Heuschnupfen zählen:

  • Brennende, gerötete oder tränende Augen
  • Häufiges Niesen
  • Starker Schnupfen
  • Unangenehmer Juckreiz im Hals

Betroffene von Heuschnupfen neigen auch zu Entzündungen im Hals- oder Nasenbereich. Denn ihre Schleimhäute sind wegen der Pollen angeschwollen. Dadurch kann die Luftzufuhr und der Sekretfluss eingeschränkt sein. Und das begünstigt Infektionen. Eine wichtige Unterstützung bei der Abwehr von Krankheitserregern sind auch Darmbakterien. Um diese gezielt zu stärken und damit dem Immunsystem etwas Gutes zu tun, kann ein Darmflora-Selbsttest eine sinnvolle erste Maßnahme sein.

Diagnose und Hilfe bei Heuschnupfen

Ob Sie an Heuschnupfen leiden, kann in erster Linie ein entsprechender Facharzt klären. Die Diagnose beinhaltet dabei meistens:

  • Eine genaue Beschreibung der aktuellen Beschwerden
  • Eine detaillierte Dokumentation von früheren Krankheiten
  • Eine gründliche körperliche Untersuchung
  • Eine Blutabnahme, um die IgG- und IgE-Antikörper zu messen
  • Einen Hauttest mit Testsubstanzen, um die allergische Reaktion nachzuweisen

Ist eine Pollenallergie diagnostiziert, gibt es jedoch hilfreiche Mittel. Bestmöglich sollten Betroffene die auslösenden Allergene meiden. Das kann aber gerade bei Heuschnupfen schwierig sein: Durch die Lüftung gelangen die winzigen Pollen in fast jeden Raum. Eine sicherere Hilfe ist eine Immuntherapie. Diese Behandlung nennt sich auch Hypersensibilisierung und dauert meist drei Jahre. Betroffene bekommen in regelmäßigen Abständen den hochdosierten Allergieextrakt. Dieser kann in Tablettenform eingenommen werden. Eine andere Möglichkeit ist, den Wirkstoff mit einer Spritze unter die Haut zu injizieren.

HCC Redaktion

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