Weltraumtechnik stand Pate für neue RSI-Behandlung

Mehr als 50 Prozent aller Erwachsenen klagen über undefinierte Schmerzen im Bereich von Arm, Nacken und Schultern. Der volkswirtschaftliche Schaden aufgrund von Arbeitsausfällen ist groß. Eine Standardtherapie gibt es nicht. Auf der MEDICA 2013 stellt die Weyergans High Care AG aus dem rheinischen Düren ein neues, selbst entwickeltes Behandlungsverfahren vor, das nachhaltige Hilfe verspricht. Das Besondere: die neue Therapie nutzt Erkenntnisse aus der Weltraummedizin.

Zum Hintergrund des RSI Syndroms

Das komplexe Krankheitsbild hat seine Ursachen in einer chronischen und wiederholten Überbelastung der Handgelenke oder Arme. Der breiten Öffentlichkeit ist es als sogenannter „Tennis-“ oder auch „Mausarm“ bekannt. International hat sich die Bezeichnung „RSI Syndrom“ längst durchgesetzt (Repetitive Strain Injury Syndrom, dt. „Verletzung durch ständig wiederholte Belastung“). In Amerika ist dieses chronische Leiden als Berufskrankheit anerkannt und rangiert auf Platz Nummer eins. Ähnliches gilt für die Niederlande. Dort belegt das RSI Syndrom hinter Rückenschmerzen und Depressionen bereits den dritten Platz der anerkannten Berufskrankheiten.

Jährliche Kosten von bis zu 120 Millionen Euro

Bislang konnten die Symptome mithilfe traditioneller Behandlungsmethoden, operativen Eingriffe oder medikamentöse Maßnahmen nur unzureichend behandelt werden. Dieser Umstadn birgt nicht nur Nachteile für den Betroffenen (Schmerzen, Lücken in der Arbeitszeit, Zurückfallen im Job). Vor allem Arbeitgeber vermerken große Verluste durch die chronisch verlaufende Berufskrankheit. So belaufen sich die Kosten für Arbeitsausfälle und die finanzielle Beteiligung an der Behandlung des RSI-Syndroms für betroffene Firmen in den Niederlanden insgesamt jährlich auf bis zu 120 Millionen Euro.


Erfahren Sie auf Seite 2, wie die bemannte Raumfahrt dabei half einen alternativen Behandlungsansatz zu finden.

HCC Redaktion

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