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Empfehlung / Ernährung

Herz-Kreislauf: Nur jeder dritte Patient isst gesund

Nein, beim oben genannten Titel handelt es sich nicht um einen Rechtschreibfehler!

Pillen

Die Anzahl der Patienten, die Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen, stieg in den vergangenen Jahren deutlich (Bild: Jörg Kleinschmidt / pixelio.de).

Denn ein Großteil der Patienten, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden (laut BMBF, Todesursache Nr. 1 in Deutschland), scheint auf gesunde Ernährung keinen Wert zu legen. Das zumindest geht aus einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Dieser zufolge, ernährt sich gerade einmal jeder dritte Herz-Kreislauf-Patient gesund. Mit fatalen Folgen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter auf dem Vormarsch

So ist inzwischen schon fast jede zweite Pille (48 Prozent), die Männer zwischen 15 und 65 Jahren bekommen, für die Pumpe. zum Vergleich: 2004 lag dieser Wert noch bei 38 Prozent. Diese Entwicklung ist nicht allein der demografischen Alterung zuzuschreiben. Vielmehr ist dies „vor allem lebensstilbedingt“ wie Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der TK, betont. Die allermeisten Krankheitsverläufe lassen sich mit einer ausgewogenen Ernährung, mehr Bewegung und einer gesunden Stressbalance deutlich verbessern. „Für Herz-Kreislauf-Patienten zahlt es sich deshalb ganz besonders aus, gesund zu essen“, so Schmidt.


Langsam und in kleinen Schritten

Für Arbeitnehmer, die heutzutage ständiger Überforderung und damit verbundenem Stress ausgesetzt sind, ist das natürlich leichter gesagt als getan. Das weiß auch Maike Schmidt: „Deshalb heißt das Zauberwort: langsam beginnen.“

Denn es sind schon die berühmt-berüchtigten kleinen Schritte in die richtige Richtung, die auf Dauer einen Unterschied machen. Zum Beispiel Sonnenblumenöl statt Butter zum Braten, Hähnchenbrust statt Schweinekotelett für die demnächst startende Grill-Saison oder ein Esslöffel weniger Fett in der Soße.

Belohnen statt Bestrafen

„Gerade in Ernährungsfragen setzen sich viele zu hohe Hürden – Frust ist so programmiert und am Ende triumphiert der Schweinehund“, sagt Schmidt. Statt sich für zu hoch gesteckte und somit nicht erreichte Ziele zu bestrafen, sollte man sich belohnen. Das ist ein gutes Mittel, um tatsächlich am Ball zu bleiben. Die TK-Expertin ist überzeugt: „Es ist sinnvoller, sich ab und zu bewusst etwas zu gönnen, als in Askese zu leben.“

(cs / mit Informationsmaterial der tk)

3 Kommentare

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