BMAS-Tagung “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt” am 29.01.2013

BMAS-Tagung “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt” am 29.01.2013

Zum Start der neuen Arbeitsperiode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) 2013 – 2018 stellen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am 29. Januar 2013 auf der Tagung: “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wir machen es zum Thema!” im ewerk in Berlin ihre Aktivitäten im Umgang mit psychischen Belastungen vor.

BMAS-Tagung “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt” am 29.01.2013
Bild: BMAS

Der staatliche Arbeitsschutz steht aufgrund des Wandels der modernen Arbeitswelt und der zunehmenden Bedeutung psychischer Gesundheit vor neuen Herausforderungen. Auf der Tagung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales werden vor diesem Hintergrund Wege und Strategien zur Förderung psychischer Gesundheit vorgestellt.

Bundesministerin Ursula von der Leyen, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, und der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, werden gemeinsame Handlungsfelder aufzeigen, Unternehmen präsentieren ihre Lösungsansätze, betriebliche Praktiker diskutieren über die Umsetzung und prominente Gäste sprechen über ihre Erfahrungen. Diskussionsrunden sollen die Teilnehmer ermutigen, sich dem Thema weiter intensiv zu widmen.

Der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und Mecklenburg-Vorpommerns Arbeitsministerin Manuela Schwesig zufolge habe Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu diesem Thema bisher nur “warme Worte” zu bieten: „Sie muss endlich handeln und den Arbeitsschutz verbessern“, so Schwesig. „Frau von der Leyen kann nun zeigen, ob sie es ernst meint, wenn wir die Initiative mit neuen Mehrheiten im Bundesrat erneut einbringen.“

Auf der Tagung will von der Leyen das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften mit dem Ziel einer gemeinsamen Erklärung erörtern.

Hintergrund: Psychische Gesundheit im Arbeitsschutzgesetz

Ende Dezember 2012 hat die Bundesregierung in einem Änderungsentwurf zum Arbeitsschutzgesetz klargestellt, dass sich die Beurteilung der Arbeitsbedingungen durch die Arbeitgeber auch auf psychische Arbeitsbelastungen bezieht und der diesbezügliche Gesundheitsbegriff neben der physischen auch die psychische Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit umfasst.

Die SPD fordert in diesem Zusammenhang aktuell eine konkrete Verankerung von psychischen Belastungen im Arbeitsschutzrecht und zum wiederholten Male eine Anti-Stress-Verordnung am Arbeitsplatz, die im Juni 2012 bereits von der IG Metall gefordert wurde und gescheitert ist. Durch die Verordnung sollte die Rechtsunsicherheit in den Betrieben beseitigt, die Konfliktintensität zwischen den Betriebsparteien reduziert und die Verbindlichkeit für präventives Arbeitsschutzhandeln erhöht werden. Die Verordnung formulierte dabei Vorgaben für die Gestaltung der Arbeitsaufgaben, der Arbeitsorganisation, der sozialen Beziehungen, der Arbeitsplatz- und Umgebungsbedingungen und der Arbeitszeit, um Gefährdungen durch psychische Belastungen zu vermindern.

Weiterführende Artikel und Informationen:

DGB-Index: Prävention gegen Psychostress mangelhaft (HCC-Magazin, 18. Januar 2013)

Besserer psychischer Arbeitsschutz braucht konkrete Handlungsleitfäden (HCC-Magazin, 24. Januar 2013)

>> Änderungsentwurf zum Arbeitsschutzgesetz (Foliensatz, ASER, Wuppertal, Januar 2013)

(ag)

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