Import: Was Arzneimittel mit Autos zu tun haben

Ihnen ist vermutlich bewusst, dass Sie innerhalb der Europäischen Union (EU) Ihr Auto überall kaufen und damit verbundene Preisvorteile nutzen können. Aber wussten Sie, dass das bei Arzneimitteln ebenfalls möglich ist?

30,6 Milliarden Euro für Arzneimittel

Arzneimittel, Medikamente, Gesundheitskosten
Arzneimittel: Deutschland gehört EU-weit zu den Hochpreisländern. (Bild: I-vista / pixelio.de)

Und sich darüber mal Gedanken zu machen scheint durchaus erstrebenswert. Denn mit über 2.160 Euro pro Kopf, gehört die Bundesrepublik in Bezug auf die Gesundheitskosten zu den Top 5 der Welt.  So haben die Deutschen allein in 2012 insgesamt 30,6 Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch wenn sich, Gesundheitsexperten der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) zufolge, erste Anpassungen an europäische Standards zeigen, bleibt das Preisniveau im Vergleich zu anderen europäischen Staaten immer noch sehr hoch. Das machen nationale wie internationale Preisvergleiche deutlich. Hier haben die AOK-Experten Einsparpotenziale von insgesamt 3,7 Milliarden Euro berechnet.

Reimport von Medikamenten – Welche Vorschriften gibt es?

Es versteht sich von selbst, dass man, mit Blick auf den eigenen Geldbeutel, nicht mit seiner Gesundheit spielen darf. Schließlich achten Käufer der eingangs zu vorliegendem erwähnten EU-Wagen auch darauf, dass diese modernsten Sicherheitsstandards genügen. Aus diesem Grund haben deutsche Arzneimittelimporteure, wie zum Beispiel orifarm.de, für das Inverkehrbringen von Arzneimitteln ganz bestimmte Vorschriften einzuhalten.

Zum einen gibt es in Deutschland eine so genannte vereinfachte Zulassung, welche durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vergeben wird. Um als diese zu erhalten, muss nachgewiesen werden, dass das importierte Arzneimittel mit dem Original identisch ist.

Zum anderen ist es möglich, für das importierte Arzneimittel eine für die gesamte EU gültige Zulassung zu erhalten. Diese wird von der Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, kurz EMA) vergeben. Für diese Arzneimittel benötigt der Importeur keine eigene Zulassung, sondern zeigt die Einfuhr nur bei der EMA und dem Land, in das er das Arzneimittel einführt, an.

Import von Arzneimitteln auch in Deutschland zunehmend beliebt

Und auch hierzulande erfreuen sich die so genannten Importarzneimittel steigender Beleibtheit. So lag, Angaben des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V.*, der Marktanteil importierter Medikamente im Jahr 2011 bei elf Prozent. Bereits 2009 erzielten die Reimporteure hierzulande einen Umsatz von drei Milliarden Euro – Tendenz steigend.

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*Daten entnommen aus:

Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (Hrsg.): „Statistics 2011. Die Arzneimittelindustrie in Deutschland“, Stand: Dezember 2011.

HCC Redaktion

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