„Länger gesund arbeiten“ BMAS legt 3. Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ vor

Altersspezifische Personalpolitik hat an Bedeutung gewonnen

Im November 2010 erschien der erste Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Anknüpfend daran legt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nunmehr den dritten Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ vor. Er widmet sich dem Thema „Länger gesund arbeiten“ und bietet zudem aktualisierte statistische Daten zur Beschäftigungssituation Älterer.

Mehr in die Gesundheit der älteren Beschäftigten investieren

Zu dem den dritten Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ äußerte sich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wie folgt:

Altersspezifische Personalpolitik hat an Bedeutung gewonnen
In die Gesundheit der älteren Beschäftigten investieren (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de).

„Deutschland im demographischen Wandel steht vor der Herausforderung, seinen Wohlstand mit einer älter werdenden Bevölkerung zu sichern. Die deutsche Wirtschaft kann international nur stark bleiben, wenn wir mehr in die Gesundheit der älteren Beschäftigten investieren und durch Prävention längeres Arbeiten möglich machen. Damit mehr Menschen bis zur Rente und darüber hinaus gesund, motiviert und leistungsfähig bleiben können, müssen wir das Augenmerk stärker auf den psychischen Arbeitsschutz richten. Die Ursachen für Stress und Burnout sind so vielfältig wie die deutsche Wirtschaft. Deshalb stehen gemeinsam mit der Politik die Arbeitgeber und Gewerkschaften an vorderster Front in Verantwortung. Die Zahlen zeigen, dass Ältere die Gewinner am Arbeitsmarkt sind. Aber wir müssen die Rahmenbedingungen für längeres Arbeiten noch weiter verbessern. Gesundheit ist Voraussetzung für längeres Arbeiten. Wie weit wir sind und wie wir weiterkommen, zeigt der Fortschrittsreport.“

Der dritte Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ zeigt: Gesundheit und Arbeitsschutz haben sich deutlich verbessert:

  • Ältere sind heute im Durchschnitt gesünder als früher: Am meisten haben sich die Werte für die 58- bis 63-Jährigen und 64- bis 69-Jährigen verbessert.
  • Die Zahl der Arbeitsunfälle ist seit langem rückläufig: Vor 50 Jahren gab es alleine in den alten Bundesländern fast drei Mal so viele wie heute in ganz Deutschland.
  • Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage der gesetzlich Krankenversicherten ist seit Anfang der 1980er Jahre deutlich zurückgegangen. Der Rückgang ist besonders ausgeprägt bei Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf- und des Muskel-Skelettsystems.

Lesen Sie die Fortsetzung auf Seite 2: Psychische Leiden rücken zunehmend in den Fokus

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