Mit einem Logo die Unternehmenskultur kommunizieren

Hellgraue Sneaker mit Nike Logo

Für Marken beziehungsweise Firmen, die nachhaltige Erfolge anstreben, ist das Logo weitaus mehr als bloßes Mittel zum Werbezweck. Ein durchdachtes Logo kommuniziert die Werte, Kultur und Philosophie eines Unternehmens – und zwar sowohl nach innen als auch nach außen.

Was man beim Logo erstellen beachten sollte

Hellgraue Sneaker mit Nike Logo
Sport? „Just do it!“ lautet die klare Botschaft, die viele Kunden mit dem „Swoosh“, dem Nike-Logo verbinden. (Bild: dan carlson / unsplash.com)

Die gute Nachricht gleich vorweg: Um ein Logo zu erstellen, bedarf es heutzutag weder tiefgehender Grafikkenntnisse noch eines teuren Programms. Inzwischen gilt gar: Logo erstellen, kostenlos Download, fertig! Die Bereitstellung eines hohen Marketingbudgets ist dafür also nicht vonnöten. Das wird allen voran Startups und kleine, innovative Unternehmen des Mittelstands erfreuen. Dennoch ist es mit zwei, drei Klicks nicht getan! Für ein gutes Logo sollte man neben Herzblut vor allem Verstand investieren. Folgendes gilt es zu beachten:

1. Weniger ist mehr. Ein Logo muss in seiner Form einfach sein. Zudem darf es nicht zu viele Farben beinhalten. Je simpler gestaltet, desto eher prägen es sich die Menschen ein.

2. Überall platzierbar? Damit sich sowohl Mitarbeiter als auch potenzielle Kunden beziehungsweise Geschäftspartner das Logo merken können, muss es ihnen stetig aber dezent vor Augen geführt werden können. Einfache Formen und Farben (s. 1.) sind ein Garant dafür, dass es sich in nahezu jeder Größe auf nahezu jedem Gegenstand platzieren lässt. Zum Beispiel auf T-Shirts, Kaffeetassen, Kugelschreiber, Briefbögen, USB-Sticks … . Hier sollte der Kreativität möglichst wenig Grenzen gesetzt werden.

3. Botschaften beinhalten und kommunizieren. Idealerweise gehört zu einem schlichten Logo noch ein ebenso schlichter wie einprägsamer Claim. Der US-amerikanische Turnschuheproduzent Nike rät seinen Kunden: „Just do it!“ Und der chinesische Computerhersteller Lenovo baut seine Thinkpads „for those who do“. Einfache Botschaften, welche zugleich die wichtigsten Informationen preisgeben.

Logos kommunizieren Werte

Wo wir gerade bei Computerherstellern sind. 1.449 Euro für ein Notebook, das neben einem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker (z. B. für ein Headset) lediglich einen einzigen USB-Anschluss aufzuweise hat? Noch dazu einen, der an vielen anderen Geräten gar nicht vorzufinden ist! So etwas auf den Markt zu bringen, kann sich nur ein Unternehmen erlauben – und dieses hat damit auch noch Erfolg! Rund 3,3 Millionen seiner MacBook-Modelle konnte die Firma Apple im zweiten Quartal 2016 an den Mann beziehungsweise die Frau bringen. Ein Quartal zuvor waren es „nur“ 2,5 Millionen Exemplare wie aus einer Analyse des Marktforschungsunternehmens TrendForce hervorgeht.

Wie machen die das? Die von vielen gelobte hohe Verarbeitungsqualität der Produkte allein kann es nicht sein. Es hat auch etwas mit der Strategie des Unternehmens zu tun, die allen voran am Logo zu erkennen ist. Am abgebissenem Apfel, dem Markenzeichen von Apple können Marketingexperten und Personaler eine Menge herauslesen. Zum Beispiel steht der angebissene Apfel einserseits für Gesundheit, andererseits für Verführung. Die silbrig schimmernde Farbe, in der das Logo meist gehalten wird, ist ein Symbol für Fortschritt und Hochwertigkeit. Es ist nur eines von vielen gelungenen Beispielen, doch zeigt es kaum wie ein zweites:

  1. Wer die Zielgruppe ist. Besserverdienende, die lieber in Klasse statt in Masse investieren.
  2. Was die Ziele des Unternehmens sind. Zum Beispiel nachhaltiger Erfolg durch Innovation.
  3. Welche Werte das Unternehmen prägen. Zum Beispiel: Nachhhaltigkeit, Umweltschutz, Innovationskraft … .
Gebaude mit Apple-Logo in der Abenddämmerung
Beim Apple-Logo handelt es sich um ein Extrembeispiel. Manche meinen gar: Die Firma erfülle die Definition einer Religion. (Bild: Yuanbin Du / unsplash.com)

Botschaften, die bei Mitarbeitern und Verbrauchern gleichermaßen gut ankommen. Wer ein Produkt dieser Firma sein Eigen nennt oder für diese arbeitet, ist –seine Ansicht nach – sozial besser gestellt, offen für Innovationen und vertritt erstrebenswerte Werte. Mit anderen Worten, er hebt sich positiv von der Masse anderer Consumer Electronic-Nutzer ab. Die Anthropologin Kirsten Bell von der University of British Columbia meint gar: Apple erfüllt die Definition einer Religion.

Für Führungskräfte gilt: Logos sind nicht alles!

Zugegeben, hierbei handelt es sich um ein Extrembeispiel, ein außergewöhnlich erfolgreiches Logo. Ob Ihnen als Unternehmer ein ähnlicher Erfolg vergönnt sein wird, können wir Ihnen an dieser Stelle nicht versprechen. Zudem kann sich eine Führungskraft auf das Logo allein nicht verlassen, will er seinen Mitarbeitern die Unternehmensphilosophie nahe bringen. Dazu bedarf es weiterer Qualitäten.

Empfohlene Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.