Technik revolutioniert die Arbeit im Fahrzeugbau

Das einzig Beständige in unserer modernen Arbeitswelt ist der Wandel. Das gilt auch für den Karosserie- und Fahrzeugbau. In der Produktion kommt ständig neue Technik zum Einsatz. Zudem werden zunehmend neue Leichtbauwerkstoffe und Reparaturmethoden eingesetzt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher die dreieinhalbjährige Berufsausbildung für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis auf den neuesten Stand gebracht.

Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 1. August in Kraft.

Schrauben, Werkzeug, Mechaniker
Die Zeiten, in denen im Fahrzeugbau ausschlißlich gehämmert oder geschraubt wurde sind schon lange vorbei. (Bild: domilo122 / pixelio.de)

Die Ausbildungsstruktur sieht zwei Fachrichtungen vor: die Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie die Karosserieinstandhaltungstechnik. In den ersten eineinhalb Jahren der Ausbildung bis zum ersten Teil der Abschluss-/Gesellenprüfung (Industrie- und Handelskammer/Handwerkskammer) sind berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des Berufes zu vermitteln. Die weitere Ausbildung erfolgt dann in einer der zwei Fachrichtungen.

Neue Antriebssysteme schaffen neue Anforderungen

Aus der Entwicklung von vernetzten Systemen im Fahrzeug ergeben sich Veränderungen im Berufsbild der Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen. Sie spiegeln sich beispielsweise in neuer Fahrwerkstechnik, hochkomplexen Aggregaten und Diagnosemethoden wider. Mehr und mehr werden in diesem Beruf auch bei alternativen Antriebssystemen wie Hybrid-, Elektro- und Hochvolttechnik neue Anforderungen gestellt, die für die Sicherheit große Bedeutung haben.

Werkstoffkunde von steigender Bedeutung

Neue Werkstoffe und Reparaturtechniken kommen insbesondere bei Schweißverfahren und Klebetechniken sowie beim Herstellen, Aufbereiten und Schützen von Oberflächen zum Tragen. Hier sind besonders Form- und Karosserieteile aus faserverstärkten Kunststoffen instand zusetzen. Auch das Schweißen von Werkstoffen oder das Kleben von Bauteilen aus gleichen oder unterschiedlichen Werkstoffen unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften und der auftretenden Beanspruchung sind Bestandteile der Ausbildung.

Diversity auch im Fahrzeugbau gefragt

Im Anschluss an die Berufsausbildung stehen den Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen attraktive Wege für den beruflichen Aufstieg offen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, sich beruflich zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in der einschlägigen Fachrichtung fortzubilden, zum/zur Technischen Fachwirt/-in, zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbauermeister/-in, zum/zur Kraftfahrzeugtechnikermeister/-in sowie zum/zur Industriemeister/-in Fachrichtung Metall. Übrigens: im Jahr 2013 wurden 1.380 neue Ausbildungsverträge für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen abgeschlossen, darunter gerade einmal 48 mit Frauen. Dabei ist auch im Fahrzeugbau Diversity gefragt.

Wer sich über und weitere Berufe nähere Informationen einholen möchte, findet diese im Internetangebot des BIBB unter:
www.bibb.de/neue-berufe.

(Bundesinstitut für Berufsbildung, BIBB via idw)

HCC Redaktion

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