Wach und fit durch die Nacht: BGW gibt Ernährungsempfehlungen für Schichtarbeitende

Wie und was soll man essen, wenn man nachts wach und fit bleiben muss? Diese Frage stellt sich für viele Berufstätige, die im Schichtdienst arbeiten. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Tipps, wie sie Nachtschichten am besten durchstehen, ohne allzu hungrig – oder vom Essen allzu müde zu werden.

Wechselnde Arbeitszeiten bringen den Tagesablauf und die Ernährungsgewohnheiten durcheinander. Viele Schichtarbeitende essen nachts relativ häufig und unregelmäßig – auch um besser wach zu bleiben. Zu den typischen Folgen gehören Verdauungsstörungen und Übergewicht. „Magen und Darm sind nachts im Ruhemodus und verarbeiten größere Mengen schwerer Nahrung nur langsam“, erläutert Dr. Heike Schambortski von der BGW. „Wichtig sind daher kleine und gut verdauliche Mahlzeiten, zum Beispiel leichte Salate, Suppen, Joghurt, Vollkornprodukte und Obst.“

Essenzeiten regelmäßig verteilt

Solche Zwischenmahlzeiten verhindern, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und somit die Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen. Auch nachts sollten die Essenzeiten, wenn möglich, regelmäßig verteilt sein. Die Expertin der BGW empfiehlt besonders eine leichte Mahlzeit gegen Mitternacht – wobei man sich ruhig auch etwas Warmes gönnen sollte: „Eine Suppe zum Beispiel wirkt belebend und wärmt von innen“, so Dr. Schambortski. Wer bis zum Morgen durchhalten muss, kann dann zwischen vier und fünf Uhr noch einmal einen Snack zu sich nehmen, etwa Salat oder Milchprodukte mit Obst.

Schichtarbeitende, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten hauptsächlich nachts essen, halten sich am besten tagsüber damit zurück. Dann reichen beispielsweise ein leichtes warmes Essen am Mittag oder Nachmittag und ein kleines Abendessen vor Schichtbeginn. Wichtig für die Figur wie für die Gesundheit im Allgemeinen ist auch ausreichend Schlaf. Kaffee oder schwarzer Tee kurz vor oder nach Feierabend wären hier kontraproduktiv. Ebenso wenig eignet sich ein Glas Bier oder Wein als „Schlummertrunk“, denn Alkohol beeinträchtigt die Schlafqualität. Um morgens zur Ruhe zu kommen, empfehlen sich stattdessen bei Bedarf ein Spaziergang oder ein warmes Bad sowie ein leichtes Frühstück mit Joghurt und Früchten – oder eine heiße Tasse Milch oder Kräutertee.

Quelle: BGW

HCC Redaktion

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