Europäischer Adipositas-Tag am 18. Mai

Übergewicht und Adipositas sind ein großes Problem, das die Lebensqualität vermindert und langfristig zu großen medizinischen Problemen führen kann. Weltweit gibt es immer mehr übergewichtige Menschen. In Deutschland sind 53% der Frauen und 67% der Männer übergewichtig, davon sind 24% der Frauen und 23% der Männer adipös. Adipositas ist eine ausgeprägte Form des Übergewichts. Als Risikofaktoren gelten ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung.

Zur Aufklärung über diese Problematik wird am 18. Mai der Europäische Adipositas Tag (EOD = European Obesity Day) stattfinden. An diesem Tag wird Übergewicht ins Zentrum der Information rücken. Aufklärung zu Adipositas und Diabetes dringend notwendig. Die Früherkennung und frühzeitige Behandlung von dieser starken Form des Übergewichts kann Diabetes und weitere Folgekrankheiten vermeiden.

In Mitteleuropa sind mehr als 60 Prozent der Bevölkerung übergewichtig, fast jeder Typ-2-Diabetiker hat ein Gewichtsproblem. Besonders besorgniserregend ist: die Zahl der übergewichtigen Kinder nimmt enorm zu. Übergewicht und Adipositas gehören zu den dringendsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Denn Übergewicht führt zu erheblichen Begleit- und Folgeerkrankungen wie erhöhtem Blutdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, schlafbezogene Atemstörungen (Obstruktive Schlafapnoe) sowie bestimmte Arten von Krebs (z.B. Darm- und Brustkrebs).

Da jeder einzelne Punkt bereits ein wesentlicher Risikofaktor ist, kommt es beim Zusammentreffen mehrerer dieser Faktoren zur Gefährdung des Herb-Kreislauf-Systems. Die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist erheblich erhöht. Viele Organe nehmen durch Adipositas Schaden. Die vermehrte Ansammlung von viszeralem Fettgewebe hängt auch eng zusammen mit Hormonstörungen, die bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen können, sowie nächtlichen Atemstillständen, massiven Schädigungen am Bewegungsapparat und dem vermehrten Auftreten von Krebserkrankungen.

Die Internetseiten der BZgA bieten weiterführende Informationen und Links zum Thema Adipositas: das Frauengesundheitsportal, das Männergesundheitsportal und das Portal KinderÜbergewicht.

Adipositas Stiftung Deutschland

Die Adipositas Stiftung Deutschland setzt sich dafür ein, dass Übergewicht bzw. Adipositas als Krankheit anerkannt wird, und dass das Thema vermehrt in der Öffentlichkeit beachtet wird. Es ist dringend geboten mehr Aufmerksamkeit für die krankmachenden Folgen des Übergewichts in der Öffentlichkeit zu wecken. Auch will die Stiftung an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen appellieren, d.h. die Eigenverantwortung für sein persönliches gesundes Leben.

Schon lange ist bekannt, dass Übergewicht/Adipositas mit einer erhöhten Prävalenz an Diabetes mellitus Typ 2 assoziiert ist. Die Forschung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass vor allem das viszerale Fettgewebe den Lipid- und Glukosestoffwechsel negativ beeinflusst. Diese Pathophysiologie macht es logisch, dass insbesondere die viszerale Adipositas sehr häufig zum Typ-2-Diabetes führt.

Aus diesem Grund kooperiert die Adipositas Stiftung seit Ihrer Entstehung im letzten Jahr mit der Kampagne „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“, die zum Krankheitsbild Diabetes mellitus informiert und über den engen Zusammenhang des Typ-2-Diabetes mit dem Übergewicht aufklärt.

Weitere Informationen zur Adipositas Stiftung Deutschland

Weitere Informationen zu Adipositas bietet auch die Deutsche Adipositas Gesellschaft e.V.

(ag)

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