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5 Fragen – 5 Antworten: Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)

Um ein Schiff sicher durch die Ozeane zu steuern, können vielfältige Instrumente zum Einsatz kommen: von digitaler Seekarte über Kompass bis hin zum Radar. Genauso wie Schiffe benötigen auch Unternehmen bestimmte Steuerungsinstrumente. Ein sehr wichtiges ist dabei die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Doch was ist damit genau gemeint? Und wie profitieren Unternehmen in der Praxis davon? Grundlegende Antworten hierzu erhalten Sie im folgenden Beitrag.

1. Was ist eine Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)?

Kosten entstehen für Unternehmen nicht nur durch Einkäufe oder externe Leistungen. Auch die interne Erbringung von Leistungen beziehungsweise Produktion kostet Geld. Denn dafür müssen jeweils unterschiedliche Ressourcen eingesetzt werden. Um hier Transparenz zu bekommen, kommt die Kosten- und Leistungsrechnung zum Einsatz. Diese bildet alle internen Kosten- und Leistungsströme im Unternehmen klar und nachvollziehbar ab. Nach der Finanzbuchhaltung wird die KLR zum zweitgrößten Bestanteil des internen Rechnungswesens in einem Betrieb gezählt.

2. Welche Bereiche werden abgedeckt?

Um alle anfallenden Kosten für einen Service oder ein Produkts detailliert zu erfassen, gliedert sich zunächst die Kostenrechnung in drei Bereiche:

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Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) – was ist damit gemeint? (Bild: © rawpixel | pixabay.com)

  • Kostenartenrechnung: Welche Kosten haben sich ergeben?
  • Kostenstellenrechnung: Wo sind die Kosten entstanden?
  • Kostenträgerrechnung: Für was sind die Kosten angefallen?

Abhängig von den Ergebnissen der Kostenrechnung können Rückschlüsse für die Leistungsrechnung gezogen werden. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein bestimmtes Projekt oder ein spezieller Auftrag lukrativ für das Unternehmen ist. Ist dies nicht der Fall, können entsprechende Anpassungen unternommen werden.

3. Welches Ziel wird damit verfolgt?

Der vorrangige Zweck einer Kosten- und Leistungsrechnung besteht darin, innerhalb des gesamten betrieblichen Wertschöpfungsprozesses Kostenverursacher zu ermitteln. Dazu zählen sowohl einzelne Dienstleistungen und Produkte sowie ganze Unternehmensbereiche. Demzufolge besitzt die Kosten- und Leistungsrechnung vor allem eine kontrollierende Funktion der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Indem diese kontinuierlich überprüft und Vergleiche zwischen Soll- und Ist-Zustand unternommen werden, sollen so langfristig Erfolge erzielt werden.

4. Wie können Unternehmen so konkret profitieren?

Indem die Kosten von innerbetrieblichen Prozessen klar ermittelt werden, können Unternehmen effizienter vorausplanen. Besonders was den Einsatz von Ressourcen, also Personal und Maschinen, angeht. So lassen sich auch potenzielle Einsparmöglichkeiten aufdecken, die bisher nicht in Erscheinung getreten sind. Diese können oft unerwartet und plötzlich auftreten, beispielsweise wenn sich Marktbedingungen ändern oder politische Entwicklungen auftreten. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass insbesondere Entscheidungsträger im Unternehmen stets genau über Ihre Betriebszahlen sowie die Produktvorräte Bescheid wissen.

5. Wie erstellt man eine KLR?

Der Nutzen einer Kosten- und Leistungsrechnung liegt auf der Hand – doch wie erstellt man diese? Eine bewährte Möglichkeit ist, hier auf spezialisierte Softwarelösungen zu vertrauen. Diese unterstützen Unternehmen verschiedener Branchen und bieten eine Reihe von Zusatzfunktionen, um eine umfassende KLR zu erstellen und unternehmensinterne Abläufe zu optimieren.

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