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Management

Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) immer wichtiger wird

Die Fakten sprechen für sich: Zukünftig steigt der Anteil älterer Mitarbeiter in Unternehmen wegen des demographischen Wandels. Dazu fällt es Betrieben branchenübergreifend immer schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden. Das zwingt sie geradezu darauf zu achten, dass die Beschäftigten möglichst lange fit und gesund bleiben. Denn wo Gesundheit im Betrieb groß geschrieben und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) effektiv umgesetzt wird, herrscht auch positives Arbeitsklima. Doch was versteht man eigentlich wirklich unter BGM? Wie können Unternehmen davon konkret profitieren? Und warum ist BGM besonders in der Chemie Industrie wichtig?

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) rückt immer mehr in den Fokus. Doch was steckt dahinter? (Bild: © dusanpetkovic1 / stock.adobe.com)

Das Konzept des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) beschreibt zuallererst eine ganzheitliche Aufgabe. Es zielt darauf ab, alle betrieblichen Prozesse zur Erhaltung und Förderung der Mitarbeitergesundheit zu steuern und zu integrieren. Damit das erfolgreich gelingt, muss BGM mit den Unternehmenszielen vereinbar sein und langfristig in der Unternehmensphilosophie verankert werden.

Seit wann gibt es BGM?

Generell ist das BGM kein neues Vorgehen. Denn in Deutschland gab es bereits Vorläufer um 1900, beispielsweise in Form von Alkoholpräventionsmaßnahmen oder Unfallversicherungsgesetzen. Allerdings entwickelte sich erst in den 1970er Jahren das Konzept eines allgemeines Gesundheitsmanagement und einer betrieblicher Gesundheitsförderung. Die Basis bildeten Empfehlungen der World Health Organisation (WHO), die seither internationale Konferenzen rund um das Thema Gesundheitsförderung organisiert.

Was unterscheidet Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)?

Häufig werden die beiden Begriffe Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung synonym verwendet. Es gibt jedoch zwei markante Unterschiede zwischen beiden Konzepten. Anders als beim BGM sind die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zeitlich begrenzt. BGF ist außerdem eine gezielte Prävention. Dies sind beispielsweise gesundheitsfördernde Aktionen wie

  • Sportkurse
  • Motivationstrainings
  • Entspannungsübungen
  • Ernährungsseminare.

Folglich kann Betriebliche Gesundheitsförderung auch als einer von vielen Bestandteilen des langfristigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements angesehen werden.

Wie kann das Unternehmen von BGM profitieren?

Betriebliches Gesundheitsmanagement kommt nicht nur Mitarbeitern zugute. Denn gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger und motivierter bei der Arbeit. So bringen Sie auch mehr Profit ins Unternehmen. Dabei gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Den Status quo zu erhalten, ist nicht die Lösung. Denn aktive Prävention kann aufkommende Mitarbeiterengpässe wegen krankheitsbedingter Ausfälle verhindern. So geht potentiell weniger Arbeitszeit verloren und es entsteht kein Stress bei den anderen Beschäftigten. Stress ist de fakto entscheidend: Denn gestresste Arbeitnehmer sind weniger produktiv, machen öfter Fehler und sind teilweise sogar anfälliger für Erkrankungen. So ist der nächste Ausfall vorprogrammiert, wenn keine wirksamen Präventionsmaßnahmen von Unternehmerseite getroffen wurden.

Warum ist BGM gerade in der Chemie Industrie wichtig?

Zur chemischen Industrie zählen in Deutschland rund 2.200 Betriebe. Der Großteil dessen – rund 90 Prozent – sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit maximal 500 Mitarbeitern. Besonders dort genießen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen hohen Stellenwert. Denn die Verwendung von Gefahrstoffen sowie verfahrensbedingte Betriebszustände bergen hohe Gefahrenpotentiale. Daher müssen stets entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und -regeln befolgt werden, damit die Mitarbeiter gesund und sicher bleiben. Dazu zählen beispielsweise

  • Produktsicherheitsgesetz (ProdSG): Dieses regelt seit 1. Dezember 2011 die Sicherheitsanforderungen von technischen Arbeitsgeräten und Verbraucherprodukten sowie die Inbetriebnahme überwachungsbedürftiger Anlagen und Maschinen.
  • Störfall-Verordnung (12. BlmSchV): Diese gibt vor, welche Pflichten Unternehmer haben, wenn in Ihrem Industriebetrieb festgelegte Mengen entzündlicher oder giftiger Stoffe überschritten werden. Dazu besagt die Störfall-Verordnung, in welchem Abstand sich Unternehmen mit erhöhtem Gefahrenpotential zu öffentlichen Orten oder Verkehrswegen befinden dürfen.

Abgesehen davon lohnt es sich im Sinne des BGM, hochmoderne Sensoren zur Erhaltung der Mitarbeitergesundheit einzusetzen. Diese liefern auch bei rauen Umgebungen höchst zuverlässige Ergebnisse, auf die es letztlich ankommt. So werden etwa Drucksensoren von RS Components in Autowerkstätten eingesetzt, um den jeweiligen Reifenluftdruck exakt zu ermitteln. Weitere Beispiele für den Einsatz von solchen Sensoren sind Lichtvorhänge (Lichtschranken) in Unternehmen bei potentiell gefährlichen Anlagen, die diese bei Unterbrechung direkt abschalten, tragbare Systeme wie Pulsmeter oder im Rahmen von Lokalisierungstechnologien für die Arbeit unter Tage (Handheld-GPS und dergleichen).

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