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Management / Tipps & Tricks

Personalwesen im Wandel: 3 Dinge, die die Hotelindustrie lernen muss

Eine Work Life Balance zu leben* ist für viele bereits eine Herausforderung, wenn sie geregelte Arbeitszeiten zwischen 7 und 18 Uhr haben. Umso schwieriger wird es jedoch, wenn es um Jobs in Gastronomie und Hotelgewerbe geht. Der wohl überall präsente Fachkräftemangel schlägt hier umso härter zu – doch gerade hier befindet sich das Personalwesen in einer Umbruchsituation. Etwa durch eine Neugestaltung von Strukturen und Arbeitsprozessen haben Arbeitgeber dieser Branchen die Möglichkeit, sich zugunsten der erfolgreichen Personalsuche für Jobsuchende interessant zu machen. Doch um genau dies zu realisieren, muss die Hotelindustrie das eine oder andere lernen.

Mitarbeiter richtig integrieren – noch vor Tag 1

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Wie kann nachhaltiges Personalmanagement in der Hotelindustrie gelingen, damit auch die Wohlfühlatmosphäre stimmt? Drei Dinge, die das Hotelgewerbe bei der Personalsuche berücksichtigen sollte. (Bild: © StockSnap | pixabay.com)

Bei der Personalsuche in der Hotelindustrie liegt der Fokus häufig auf Formalitäten, die innerhalb weniger Tage kaum noch Bedeutung haben. Bei der professionellen Arbeit mit Menschen allerdings sind nicht nur theoretische Fähigkeiten und Abschlüsse ein Kernkriterium: Insbesondere die sozialen Kompetenzen und die individuelle Persönlichkeit geben den Ausschlag. Ein gutes Beispiel gibt hier die GCH Hotel Group, die ihren Fokus auf Teamspirit und Mitarbeiterengagement legt. So werden neue Mitarbeiter nicht nur eingearbeitet, denn in der Anfangsphase kommen zusätzliche Komponenten gezielt zum Tragen:

  1. Möglichkeit zur konstruktiven Vorbereitung auf den ersten Arbeitstag im Vorfeld schaffen
  2. Überblick über die Bereiche und Teams im Unternehmen vermitteln
  3. Engagement und aktive Teilnahme an Prozessen im Unternehmen ermutigen und fördern.

Die Grundlagen für eine langjährige Zusammenarbeit – ganz im Sinne der Mitarbeiterbindung – beginnt demnach bereits vor dem ersten Arbeitstag.

Nachhaltiges Personalmanagement spricht die Richtigen an: Den Nachwuchs

Mit gutem Grund wird allen voran der Nachwuchs als der große Hoffnungsträger für die Zukunft gesehen: Das gilt nicht nur im Sport. Vor allen Dingen junge Berufseinsteiger und Auszubildende bilden einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt. Gerade hier leidet allerdings oft die Qualität, obwohl doch die Ausbildung das Sprungbrett für die viel beworbenen Karrierechancen darstellt. Insofern überrascht es nicht, dass vorrangig in Gastro- und Hotelindustrie zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

Das Problem geht allerdings noch weiter, denn junge Menschen sind nicht nur dynamisch genug, um den Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Sie sind zudem meist ausgezeichnet vernetzt – und sie sprechen auch privat über ihre Arbeitgeber. Insofern lohnt es sich insbesondere, hier einen Fokus zu setzen, Nachforschungen anzustellen und kreativ zu sein, wenn es um die Personalsuche geht. Schließlich sind die Mitarbeiter bekanntermaßen das Aushängeschild eines jeden Unternehmens.

Auch in der Hotelindustrie: Mitarbeitern den Freiraum gewähren, den sie brauchen

Ähnlich wie in der Pflege treffen im Hotelgewerbe also unbeliebte Arbeitszeiten auf Personalmangel: Für das Gastgewerbe ist der Mangel an qualifiziertem Personal ein bedeutendes Geschäftsrisiko. Zwar geben Stress und Zeitdruck in praktisch allen Bereichen den Ton an, doch besonders wahr ist es für die Hotelindustrie. Hier und in der Gastronomie allgemein sind es eben gerade die Abende und Wochenenden, an denen lange gearbeitet werden muss. Vielen Jobsuchenden ist es das nicht wert, um dann im Gespräch beiläufig bemerken zu können, in diesem oder jenem prestigeträchtigen Hotel zu arbeiten. Diesen Umstand gilt es auf mehreren Ebenen so weit wie möglich auszugleichen. Wichtige Punkte hierbei sind

  • der Umgang mit dem Personal, zwischen Vorgesetzten und Angestellten sowie unter Kollegen
  • eine möglichst flexible Gestaltung der Arbeitszeiten
  • ein Offenhalten von Karrierefortschritten und Weiterbildungen
  • das Fördern von Mitbestimmung
  • die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen.

Dies sind auch elementare Faktoren für das Betriebsklima – und essenziell sowohl für die Angestellten als auch die Gäste. Letztendlich lässt sich dabei langfristig ein Domino-Effekt zu beobachten, denn die Zufriedenheit der Gäste hängt unmittelbar von der Zufriedenheit der Mitarbeiter ab.


*Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag „Work Life Balance leben – 10 Tipps“.

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