Google+
Management

BGM: ESF und BMAS unterstützen bei der Umsetzung

Der demografische Wandel in Deutschland macht aus Sicht von Bevölkerungswissenschaftlern gesunde Fachkräfte zu einem knappen Gut. Ein Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hilft Unternehmen dabei die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten beziehungsweise zu erhöhen.

Gesetzliche Verpflichtung als unterste Stufe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Helmpflicht Maßnahme Arbeitsschutz

Gesetzliche Verpflichtungen gelten als unterste Stufe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zum Arbeitsschutz, zur Unfallverhütung, zum Gesundheitsschutz und zur menschengerechten Arbeitsgestaltung zu leisten. Die gesetzliche Pflichtübung ist aber nur die unterste Stufe einer Reifegradentwicklung innerhalb eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Zu den vier Reifegraden des BGM gehören:

1. Compliance Orientierung
2. Entwicklung der individuellen Resilienz
3. Entwicklung der organisationalen Resilienz
4. Schaffung einer Neuen Qualität der Arbeit

CSR und demografischer Wandel machen BGM zur ökonomischen Notwendigkeit

Neben den gesetzlichen Forderungen können Unternehmen aus ihrer allgemeinen sozialen Verantwortung (CSR) oder aber auch aus einer erkannten ökonomischen Notwendigkeit heraus mehr als die Pflichtübungen tun. Dabei spielt der demografische Wandel beziehungsweise die demografische Alterung eine große Rolle.

So gehen Bevölkerungswissenschaftler unter anderem davon aus, dass…

… die Anzahl der Menschen in Deutschland im Alter von 20-65 Jahren wird sich bis zum Jahre 2060 um 17 Millionen verringern wird.
… bis zum Jahre 2020 wird die Generation 50+ (bis 65) den größten Anteil der Bevölkerung stellen wird.
… der Arbeitsfähigkeits-Index in der „Generation 50 plus“ um zirka 30 Prozent sinken wird.
… die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Belastungen steigen wird.

BGM: Im Endeffekt eine Strategie zur Fachkräftesicherung

Vor diesem Hintergrund, wird es für Unternehmen zukünftig schwieriger, ihren Bedarf an Fachkräften zu decken. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann helfen, die damit verbundenen Schwierigkeiten zu reduzieren. Unter anderem, wenn es gelingt die Arbeitsfähigkeit aller Mitarbeiter über das Alter von 50 Jahren hinaus zu erhalten. Im Endeffekt geht es bei der betrieblichen Gesundheit auch um eine strategische Maßnahme zur Fachkräftesicherung.

Mehrere Institute, unter anderem das Management Institut Dortmund (MID), unterstützen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beim Einhalten der ESF- und BMAS-Förderkriterien, die somit bis zu 80 Prozent  Beratungszuschuss erhalten können. Weiterführende Informationen finden Interessierte auf den Internetseiten des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) oder auch des MID.

(cs)

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*