IW-Köln: Engpässe an MINT-Arbeitskräften führt zu Wohlfahrtsverlusten

„Die Engpässe an MINT-Arbeitskräften dürften […] bestehende realwirtschaftliche Wachstumschancen der Volkswirtschaft einschränken und zu Wohlfahrtsverlusten führen“. Das ist die Schlussfolgerung, welche Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), in Bezug auf den prognostizierten Fachkräftemangel in den MINT-Berufen zieht.

Fast zehn Millionen MINT-Erwerbstätige

Unterlagen Bewerbung
Gerade für die sog. MINT-Berufe erwarten Ökonomen einen Rückgang an Bewerbungen seitens qualif. Fachkräfte (Bild: Anton-Porsche-superanton.de / pixelio.de)

Momentan ist es um die Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ganz gut bestellt. Dort nahm zwischen 2005 und 2010 die Beschäftigung zu. Diese Tendenz hat sich im Jahr 2011 noch einmal verstärkt. Da waren bereits 2,4 Millionen MINT-Akademiker erwerbstätig (ein Plus im Vergleich zu 2010 um 114.000). Die Zahl der MINT-Erwerbstätigen mit beruflicher Qualifikation stieg um 173.000 auf 9.385.700.

Dennoch geht das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut davon aus, dass für die MINT-Berufe im Jahr 2020 vermutlich etwa 1,4 Millionen beruflich qualifizierte Fachkräfte fehlen werden.

Dabei sieht das IW Köln bei den Akademikern auch 2020 keinen Fachkräftemangel. Das hängt vor allem mit der aktuell steigenden Studienanfängerzahl, dem späteren Renteneintritt und einer geringeren Studienabbrecherquote zusammen, von der das Forschungsinstitut  in den kommenden Jahren ausgeht.

Diese Faktoren begünstigen aus Sicht der Wirtschaftsforscher allerdings nicht den von ihnen erwarteten Engpass bei den MINT-Fachkräften.

Stärkere Werbung und breitere Zielgruppe

Aus diesem Grund empfiehlt der Institutsdirektor in seinem Statement zum MINT-Herbstreport 2013, dass zu den bisherigen Anstrengungen seitens der Wirtschaft und der Politik zur Gewinnung weiterer MINT-Arbeitskräfte, unter anderem…

  • …eine stärkere Zuwanderung,
  • die Nutzung der Potenziale von jungen Erwachsenen ohne abgeschlossene Berufsausbildung…
  • … und eine stärkere Werbung für MINT-Berufe bei den Schulabgängern.

(Institut der deutschen Wirtschaft Köln, IW)

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Weiterführende Informationen und Links zum MINT-Herbstreport 2013 des IW Köln finden am Thema interessierte unter folgendem Link.

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