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Empfehlung / Studien

Resilient werden gegen Burnout und psychische Belastungen

Im Jahr 2013 waren psychische Probleme der Hauptgrund für das Fernbleiben vom Arbeitsplatz. Hinzu kommen noch psychosomatische Beschwerden, die durch Stress und Burnout ausgelöst werden – auch Rückenschmerzen gehören häufig dazu. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung können Menschen im Berufsleben ihre Resilienz (Widerstandsfähigkeit) trainieren um sich gegen Stress und Burnout zu wappnen.

 

Was ist Resilienz?

Resilienz ist ursprünglich ein Begriff aus der Physik und beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Systems gegenüber Einflüssen von außen. Wer resilient ist, der verfügt über die Fähigkeit, auf Veränderungen und Herausforderungen flexibel und angemessen zu reagieren. Stress, Frustrationen und andere Belastungen können resiliente Personen meistern, ohne psychische Folgeschäden davonzutragen. Resilienz schützt also die Psyche bei außergewöhnlichen Belastungen.

Wer resilient ist, schützt sich vor Burnout

Laut einer Studie der Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit „mourlane management consultants“  und unter wissenschaftlicher Begleitung des Fachbereiches Arbeits- und Organisationspsychologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main können Menschen im Berufsleben üben, resilient zu werden. So werden sie widerstandsfähiger gegenüber psychischen Belastungen, Stress, Burout und psychosomatischen Beschwerden. Damit lassen sich sowohl Fehlzeiten senken als auch das Risiko einer Berufsunfähigkeit reduzieren. Von April bis September 2012 erhoben die Experten Daten von 564 Personen aus 121 deutschen kleinen und mittleren Unternehmen und Konzernen.

Positive Einflussfaktoren auf die psychische Widerstandsfähigkeit

  • viele und enge soziale Kontakte, Neugier und emotionale Stabilität kennzeichnen Menschen, die resilient sind. Zudem arbeiten sie sehr gewissenhaft.
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    Resilienz bedeutet innere Stärke und Widerstandsfähigkeit. (Bild: M. Großmann / pixelio.de)

  • Beruflicher Erfolg steigert die Zufriedenheit und sorgt für das sprichwörtliche „Dicke Fell“. Führungskräfte sind daher oft widerstandsfähiger als Mitarbeiter der unteren Hierarchieebenen. Ihre Resilienz zeigt sich in einer besseren emotionalen Steuerungsfähigkeit und Disziplin. Gleichzeitig sind Führungskräfte oft empathischer und vertrauen auf ihre Fähigkeiten.
  • Chefs können dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter resilient werden, indem sie ihnen klare Aufgaben zuteilen, über die diese dann die Kontrolle haben. Außerdem sollten sie sich sinnvermittelnd, ehrlich und authentisch verhalten. Resiliente Persönlichkeiten eignen sich besser als Führungskräfte – deshalb wird diese Eigenschaft vermutlich in Zukunft eine größere Rolle bei der Auswahl spielen.

Kann man Resilienz trainieren?

Die Studie sagt : ja. Detlef Hollmann, Projekt-Manager der Bertelsmann-Stiftung ist der Ansicht, dass Trainings zur Steigerung der Resilienz künftig zum Standardangebot des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gehören sollten. Sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte könnten davon profitieren, so Hollmann.

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