Schädlinge bekämpfen: Was Unternehmen & Arbeitgeber dazu wissen sollten

Professionelle Schädlingsbekämpfer:innen in Schutzanzügen im Einsatz in einer Lagerhalle mit Paletten mit Kartions

Dass es Schädlinge zu bekämpfen gilt, liegt auf der Hand – schon allein aus wirtschaftlicher Perspektive. Dabei ist jedoch zwischen den Ausmaßen, Auswirkungen und auch Maßnahmen mit Bedacht zu unterscheiden. Denn die gezielte Schädlingsbekämpfung gehört wie der Infektionsschutz zum Gesundheitsschutz im Unternehmens und ist in bestimmten Fällen so schnell wie möglich durchzuführen.

Gesundheitsschutz umfasst auch Schädlingsbekämpfung

Als Schädlinge lässt sich vieles klassifizieren, Pilze und Parasiten sind dabei nur zwei Beispiele. Dabei unterscheidet sich jedoch, in welcher Form sie Schaden anrichten. Eine Differenzierung kann beispielsweise die folgenden drei Kategorien vorsehen:

  • Materialschädlinge, die beispielsweise Textilien, Leder oder auch Holz zerstören, etwa der Hausbockkäfer.
  • Vorratsschädlinge, nach deren Befall gelagerte Lebensmittel ungenießbar werden, zum Beispiel Lebensmittelmotten.
  • Gesundheitsschädlinge und Hygieneschädlinge, die als Überträger zu Erkrankungen oder Allergien führen, wie bestimmte Käfer, Zecken und Mücken.
Professionelle Schädlingsbekämpfer:innen in Schutzanzügen im Einsatz in einer Lagerhalle mit Paletten mit Kartions
Die gezielte Schädlingsbekämpfung schützt Menschen und Güter. Dabei spielen verschiedene Kriterien und Überlegungen eine Rolle. (Bild: © romul014 | stock.adobe.com)

Sogenannte Lästlinge werden zwar auch als Schädlinge wahrgenommen und bekämpft. Dabei geht es jedoch vor allem darum, dass sich Menschen durch deren Anwesenheit gestört fühlen.

Von zentraler Bedeutung ist jedem Fall: Sind gesundheitliche Probleme auf Schädlinge zurückzuführen, ist das zeitnahe Ergreifen von Maßnahmen zur Bekämpfung das A und O.

Wann der Schädlingsbefall nicht mehr eigenständig zu bewältigen ist

Laut Umweltbundesamt ist professionelle Unterstützung in der Schädlingsbekämpfung frühzeitig einzuholen. Ist einer der folgenden Punkte erfüllt, empfiehlt sich die sofortige Beauftragung:

  • Es besteht ein mögliches Risiko für betroffene Personen (Bedrohung für Leib und Leben).
  • Bedeutung für besondere Schutzgüter; dazu zählen schutzbedürftige Personengruppen (Kinder, Senior:innen, Schwangere) sowie auch Lebensmittel und Haustiere.
  • Es ist nicht möglich, die Art der Schädlinge eindeutig zu identifizieren.
  • Es handelt sich um einen hartnäckigen Schädlingsbefall.
  • Der Befall betrifft angrenzende Gebäudeteile oder welche mit anderen Nutzungszwecken.
  • Die verantwortliche Ursache oder Person wird zum Streitpunkt.
  • Es ist notwendig, vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln.

Gezielte Methodik: Effizienz verkürzt das Risiko

Wer als Laie an Schädlingsbekämpfung denkt, ohne selbst bereits betroffen gewesen zu sein, hat womöglich rabiate Methoden oder auch Filmsequenzen vor Augen. Selbstverständlich sind nach wie vor herkömmliche Fallen und das Arbeiten mit Giftstoffen recht verbreitet. Doch auch hier hat sich der Stand der Technik und Kenntnisse weiterentwickelt:

  • Althergebrachte Ansätze zur Schädlingsbekämpfung sind teils nicht nur überholt, sondern auch ineffektiv.
  • Giftstoffe schaden gegebenenfalls nicht nur den Schädlingen, sondern auch den Menschen und Gütern, die es zu schützen gilt.
  • Besteht das Risiko eines (erneuten) Befalls, kann die Bekämpfung von Schädlingen auch die langfristig wirksame Prophylaxe erforderlich machen.

Im Hinblick auf diese Punkte ist ein ganzheitliches Denken der Bedingungen essenziell. Auch können mit dem heutigen Stand der Technologien beispielsweise spezialisierte Anbieter für digitale Schädlingsbekämpfung nachhaltige Erfolge erzielen.

Ist der Schädlingsbefall noch nicht in einem Maß ausgeprägt, wie es das Umweltbundesamt beschreibt (siehe oben), spricht nichts gegen die selbständige Bekämpfung im kleineren Stil, etwa mit geeigneten (!) Pflanzenschutzmitteln. Geht jedoch ein erhöhtes Risiko von den Schädlingen aus, stellt sich die Frage nach Kosten, Nutzen und effektivem Zeitaufwand.

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