Wie Insektengiftallergien und Unverträglichkeiten das Leben bestimmen

Ein Kind steht vor einem blühenden Busch und schaut auf seinen Arm, als ob es einen Insektenstich hätte

Wohl jede:r kennt jemanden oder ist selbst davon betroffen: Allergische Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel oder Einflüsse von außen. Tipps und Tricks für die Zeit des Pollenflugs sind inzwischen hinreichend bekannt, Allergene wie Erdnüsse sind auf den Zutatenlisten klar gekennzeichnet. Doch was können Menschen mit einer Insektengiftallergie tun, um einen entsprechenden anaphylaktischen Schock wirksam zu vermeiden?

Es gibt verschiedene Auslöser für allergische Schocks

Allergische Reaktionen können von zahlreichen Einflussfaktoren hervorgerufen werden. Einige weit verbreitete Beispiele für Auslöser sind:

Ein Kind steht vor einem blühenden Busch und schaut auf seinen Arm, als ob es einen Insektenstich hätte
Werden sie zu spät erkannt, kann eine Insektengiftallergie lebensgefährlich werden. (Bild: © Tverdokhlib | stock.adobe.com)
  • Pollen
  • Unverträglichkeiten in Nahrungsmitteln
  • Insektenstiche.

Bei allen gilt: Eine Diagnose von fachärztlich ausgebildeten Personen ist entscheidend. Das richtige Wissen und Vorsichtsmaßnahmen sind die zentralen Faktoren, die Allergene oder einen Stich und in der Folge einen anaphylaktischen Schock* zu vermeiden. Denn im Fall einer konkreten Insektengiftallergie kann dieser lebensgefährlich werden.

Was bei einer Insektengiftallergie zu berücksichtigen ist

Nicht immer ist es ohne Weiteres möglich, die eigenen Lebensumstände an Unverträglichkeiten und Allergien anzupassen. Das ist beispielsweise bei verschiedenen Berufsgruppen der Fall, die im Freien und mit Pflanzen arbeiten und damit dem Kontakt zu Insekten regelmäßig ausgesetzt sind. Entsprechend schwierig zu realisieren ist der Ansatz, das Risiko eines Insektenstichs durch Vermeidung auf ein Minimum zu reduzieren.

Neben Schutzkleidung helfen unter anderem auch die folgenden beispielhaften Faustregeln im Alltag:

  • Essen: Speisen abdecken, Strohhalme benutzen, Besteck vor jedem Bissen kontrollieren.
  • Bewegung: Abstand zu Mülleimern und reifem Obst einhalten, da beides Insekten anlockt.
  • Kleidung: Geschlossene Schuhe tragen statt barfuß zu laufen, eng anliegende Kleidung wählen.

Hyposensibilisierung: Nicht nur Akuttherapie-Maßnahmen möglich

Inzwischen ist es jedoch möglich, nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursache einer Insektengiftallergie zu behandeln. Eine vielversprechende Möglichkeit ist die allmähliche Gewöhnung des Körpers an den auslösenden Giftstoff in einer Hyposensibilisierung. Diese Art der Insektengift-Immuntherapie erhöht die Allergen-Toleranz des Körpers, sodass dessen allergische Reaktionen immer weniger stark ausfallen.

Diese Methodik verbucht zum Beispiel bei Wespengift-Behandlungen Erfolgsquoten von mehr als 95 Prozent. Voraussetzung dafür ist jedoch eine professionelle Durchführung in mehreren Stufen beziehungsweise Behandlungsphasen.

*Laut einer hier zitierten Studie lassen sich Unterschiede feststellen, welche die häufigsten Auslöser einer Anaphylaxie sind. Je nach Fall liegt die Vermutung nahe, dass die Unverträglichkeit zuvor noch nicht festgestellt worden war:

  • Bei Kindern werden anaphylaktische Schocks häufiger durch Nahrungsmittel ausgelöst.
  • Für Erwachsene sind die häufigsten Ursachen Insektengifte sowie Medikamente.

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