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Empfehlung / Tipps & Tricks

Schnarchen: Warum und was man dagegen tun sollte

Von A wie Atemmasken bis Z wie Zahn-OP. Die Liste an Maßnahmen, mit denen man dem Schnarchen, einer der größten Belastungen für unsere Gesundheit, versucht Einhalt zu gebieten, ist lang. Mit der Frage, welche davon wirklich helfen, sollte man sich unbedingt beschäftigen. Dabei sind die Beeinträchtigungen, unter denen die Angehörigen zu leiden haben, vergleichsweise harmlos. Das Aussetzen des Atmens, verursacht durch das Schnarchen, hat für die Betroffenen selbst steigenden Blutdruck zur Folge und erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Gesundheitsexperten, wie zum Beispiel die Medizinerin Dr. Heike Le Ker, warnen in diesem Kontext vor der so genannten „[…] Schlaf-Apnoe, von der vermutlich fünf Prozent der Bevölkerung betroffen sind, […]“. Für uns vom HCC-Magazin mehr als Anlass genug, die wirkungsvollsten Maßnahmen gegen das Schnarchen zusammenzutragen.

Maßnahme Nr. 1: Die „Anti-Schnarch-Diät“

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Schnarchen ist nicht „nur“ Beziehungskiller, sondern eine regelrechte Gefahr für unsere Gesundheit. (Bild: Viktor Hanáček / picjumbo.com)

Klingt im ersten Moment albern, aber tatsächlich fördert sowohl gesunde Ernährung als auch viel Bewegung einen erholsamen Schlaf. Annemarie Döring zitiert in ihrem Beittrag Schlafapnoe und Übergewicht aus Studien, die belegen, dass 60 Prozent aller Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) zu viele Pfunde auf die Waage bringen – umgekehrt ist die Erkrankung unter übergewichtigen Menschen viermal häufiger verbreitet als das bei Normalgewichtigen der Fall ist. Greifen Sie zu Obst statt Schokoriegel, sobald der „Kleine Hunger“ kommt, nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug, fahren Sie bei milden Temperaturen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder steigen Sie einmal eine S-Bahn-Haltestelle früher aus.

Maßnahme Nr. 2: Das richtige Liegen gegen Schnarchen

Wer sich folgende Infografik hinsichtlich unserer Schlafgewohnheiten zu Gemüte führt, der dürfte sich darüber wundern, dass der eine oder andere Kollege es überhaupt ausgeruht ins Büro schafft. Vom Treten übers Zusammenrollen bis hin zum Grabschen … . Keine Schandtat wird ausgelassen! In der Tat übt unsere Schlafposition einen enormen Einfluss auf die Schlafqualität aus. Viele Menschen fangen an zu schnarchen, sobald sie auf dem Rücken liegen. Erstens, weil der Kopf zu tief liegt und die Nasenschleimhäute anschwellen.  Zweitens hängt sich das Zäpfchen zu weit in den Rachen hinein. Im Anschluss fängt dieses an, beim Atmen zu vibrieren. Legen Sie sich beim Zubettgehen auf den Bauch oder sie Seite. So bekommen Sie mehr Luft und schnarchen somit weniger – im Idealfall gar nicht mehr.

Maßnahme Nr. 3: Schlafumgebung regelmäßig reinigen

Nicht nur unter Allergikern schwellen bei Milben- und Hausstaub in den Bettbezügen die Nasenschleimhäute an. Mit anderen Worten, unsaubere Bettwäsche sorgt dafür, dass die Nase dicht bleibt. Aufgrund des Atmens durch den Mund kommt es zum berühmt-berüchtigten Schnarchgeräusch. Aus diesem Grund mindestens alle drei bis vier Wochen das Bettzeug wechseln. Allergiker sollten zudem auf Kissen und Decken mit antiallergischem Füllungsmaterial achten.

Maßnahme Nr. 4: Hilfe von außen

Gerade die im vorliegenden Text mehrfach erwähnte Apnoe kann gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu Atemaussetzern, welche die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn unterbricht. Wer das bei sich vermutet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Im Schlaflabor beispielsweise können dann Art und Anzahl der Aussetzer aufgezeichnet werden. Die Mediziner können aufgrund ihrer Beobachtungen zahlreiche Gegenmaßnahmen einleiten. Zum Beispiel das Aufsetzen einer Atemmaske, die dank leichtem Überdruck ununterbrochen Luft zuführt und dafür sorgt, dass die Atemwege im Schlaf offen bleiben. Übrigens, die Kosten für solch eine Atemmaske werden in vielen Fällen von der Krankenkasse übernommen.

Maßnahme Nr. 5: Die „Anti-Schnarch-Zahn-OP“

Mit gesunden Zähnen kann man nich „nur“ gegen Stress, Rücken & Co. vorgehen, sondern auch gegen das Schnarchen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen. Denn die craniomandibuläre Dysfunktionen, grob definiert das fehlerhafte Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer, kann ebenfalls Ursache für eine Schlafapnoe beziehungsweise das Schnarchen sein. Um dem entgegenzuwirken erstellen auf dieses Thema spiezialisierte Zahnärzte eine Schnarcherschiene.

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